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pts20261102016 in Leben

"Von Norwegen nach Leipzig. Von Leipzig in die ganze Welt": Grieg-Begegnungsstätte präsentiert neue Dauerausstellung

Ausstellung widmet sich dem Thema "Edvard Grieg und der Musikverlag C. F. Peters"


Leipzig (pts016/02.11.2026/14:30)

Seit dem 30. Oktober 2026 gibt es eine neue Dauerausstellung in der Grieg-Begegnungsstätte Leipzig zum Thema "Edvard Grieg und der Musikverlag C. F. Peters". Die Ausstellung bietet eine neue Perspektive auf die Musikstadt Leipzig, an der Schnittstelle von Verlagswesen, Industriegeschichte und Konzertkultur.

Mit dem Motto "Von Norwegen nach Leipzig. Von Leipzig in die ganze Welt" liegt der Hauptfokus der Ausstellung auf der engen Zusammenarbeit Edvard Griegs mit dem bedeutenden Musikverlag C. F. Peters. Zudem beleuchtet die Dauerausstellung die jüdischen Verlagsleiter Max Abraham und Henri Hinrichsen, die als Mäzene das Stadtbild Leipzigs nachhaltig prägten und im Nationalsozialismus Opfer antisemitischer Verfolgung wurden.

Für die Musikstadt Leipzig ist die Verbindung heute ein herausragendes Beispiel der Internationalität des städtischen Musikbetriebs im 19. Jahrhundert. Zudem ist sie aber auch Zeugnis einer Verlagsstadt, in der um 1900 über 80 Prozent der weltweit vertriebenen Notenliteratur produziert wurden. Die gelungene Zusammenarbeit mit dem Verlagshaus war für den norwegischen Komponisten das Tor in die Welt. Für C. F. Peters war die Popularität von Griegs Werken ein wichtiger Marktfaktor.

In seiner Einführung zur Ausstellung erinnerte der Geschäftsführer der Grieg-Begegnungsstätte Christoph Siems daran, dass die neue Präsentation bewusst über eine reine Komponistenbiografie hinausgeht. Im Mittelpunkt stehe die Frage, wie Leipzig als Musikstadt internationale Netzwerke hervorbrachte und wie der Musikverlag C. F. Peters maßgeblich dazu beitrug, künstlerische Ideen über nationale Grenzen hinweg zu verbreiten. Die Ausstellung erinnere somit nicht nur an die Musikstadt Leipzig, sondern betone auch ihre Bedeutung als Verlagsstadt.

Möglich wurde die Realisierung des Projekts nur durch die großzügige Förderung der Ostdeutschen Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Sparkasse Leipzig. Für die gestalterische Umsetzung zeichnete die Leipziger Firma KOCMOC Exhibitions verantwortlich.

Die Dauerausstellung ist ab sofort zu den regulären Öffnungszeiten der Grieg-Begegnungsstätte Leipzig zugänglich. Ab Januar 2027 wird ein Eintrittsgeld von 5 Euro (ermäßigt 3 Euro) erhoben. Bis zum Jahresende erhalten Besucher noch kostenfreien Zutritt zur Ausstellung.

Hintergrund
Edvard Grieg war ein norwegischer Komponist und Pianist, der als Nationalkomponist Norwegens internationale Berühmtheit erlangte. Der Verein Grieg-Begegnungsstätte Leipzig e.V. wurde 1998 gegründet und setzt sich seither für die Pflege des Andenkens an den weltweit bekannten Komponisten ein, dessen Biografie eng mit Leipzig und der Musiktradition der Stadt verbunden ist.

Weitere Informationen: www.edvard-grieg.de

(Ende)
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