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pte20000621039 in Leben

Österreichisches Gesundheitssystem weltweit an 9. Stelle

WHO legt globalen Gesundheitsbericht 2000 vor


Genf (pte039/21.06.2000/16:48)

Die Weltgesundheitsorganisation WHO http://www.who.int hat heute, Mittwoch, den Globalen Gesundheitsbericht 2000 veröffentlicht. Schwerpunktmäßig beschäftigte sich der Report mit dem Thema "Gesundheitssysteme: Verbesserte Leistung." Bei der weltweiten Analyse der Gesundheitssysteme konnte sich Österreich auf Platz Neun wiederfinden. Auf Platz Eins befindet sich Frankreich, vor Italien, San Marino, Andorra, Malta, Singapur, Spanien und Oman.

Erstmals in der Geschichte der WHO wurden die Gesundheitssysteme von 191 Staaten analysiert. "Die Hauptnachricht des Reports ist, dass die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen sehr stark von der Leistung des Gesundheitssystems abhängt, das ihnen dient", sagte Gro Harlem Brundtland, Generaldirektorin der WHO. "Es gibt allerdings große Unterschiede selbst in Ländern mit ähnlichen Einkommensverhältnissen und Ausgaben für das Gesundheitssystem", so Brundtland. Dabei korreliert die Höhe des eingesetzten Geldes häufig genug nicht mit der Qualität der medizinischen Versorgung. Die USA, die gemessen am Bruttosozialprodukt das meiste Geld für ihr Gesundheitswesen ausgeben, rangieren im WHO-Gesundheitsbericht nur an 37. Stelle. Auch Deutschland liegt erst auf Rang 25.

"Es ist nicht unbedingt ausschlaggebend, wie viel Geld insgesamt investiert wird, oder wo die Gesundheitseinrichtungen hingestellt werden", sagte Philip Musgrove, Mitarbeiter des Reports. "Ausschlaggebend ist die Balance der Faktoren, dazu zählt zum Beispiel, ob jeder Doktor die richtige Anzahl von Krankenschwestern hat". Obwohl in den letzten Dekaden große Fortschritte erzielt werden konnten, nutzen beinahe alle Länder ihre Ressourcen nicht ausreichend aus. Das führe zu vielen vermeidbaren Toten und Behinderten sowie unnötigem Leiden, sagte Christopher Murray, Direktor des WHO-Programms zur Beurteilung der Gesundheitspolitik.

Der Bericht gebe gleichzeitig auch vier Hauptgründe an, warum viele Gesundheitssysteme versagen. Viele politisch und gesellschaftlich Verantwortliche würden ihren Schwerpunkt auf den öffentlichen Sektor legen und dabei den häufig viel größeren privaten Gesundheitsbereich vernachlässigen. In vielen Staaten arbeiten Ärzte gleichzeitig im öffentlichen Sektor und in ihren privaten Praxen. Dies führe dann dazu, dass die privaten Praxen inoffiziell von der Gemeinschaft mitfinanziert würden. Vielen Regierungen gelinge es nicht, einen "Schwarzmarkt" im Gesundheitsbereich zu verhindern, berichtet der Report. Schattenwirtschaft werde durch eine schlecht funktionierende Organisation hervorgerufen und trage dann dazu bei, das System noch weiter zu unterminieren. Vielen Gesundheitsministerien gelinge es nicht, Bestimmungen durchzusetzen, die sie selbst beschlossen hätten.

Auch die weltweite Statistik über die Lebenserwartung ist ein Teil des Reports: in einigen afrikanischen Staaten beträgt die Lebenserwartung knapp 40 Jahre. Dabei bildet der afrikanische Staat Simbabwe das Schlusslicht. Umgekehrt beträgt die Lebenserwartung laut WHO-Report in 24 Staaten 70 und mehr Jahre, in mehr als der Hälfte der WHO-Mitgliedsstaaten liegt sie jenseits von 60 Jahren.

Die WHO weist in ihrem Bericht noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass die Verantwortlichen eines Landes die Aufgabe hätten, Ungleichgewichte innerhalb der Bevölkerung zu minimieren. Vorrang sollte dabei jenen Aktionen zukommen, die dazu beitragen, die Gesundheitssituation derjenigen zu verbessern, die am schlechtesten versorgt sind.
Weitere Informationen unter: http://www.who.int/whr (Ende)
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