pts20000705026 in Leben
Österreichische Zahn-Implantate erleichtern die Behandlung
Vorteil für die Patienten: schmerz- und risikofreier
Graz/Heidenreichstein (pts026/05.07.2000/13:16)
Eine Neuentwicklung der Universitätsklinik Graz http://www.unigraz.at ermöglicht eine schmerz- und risikofreiere Behandlung von Implantatpatienten. Bei dieser Methode werden zwei bekannte Produkte, Dentalimplantate und so genannte Distraktoren - Instrumente zur Kieferdehnung - vereint. Europaweit gibt es schon 15 Anwender dieses Dentalimplantatsystems. Zahnärzte, Chirurgen und Universitätskliniken verfügen bereits über erste Erfahrungen mit den Dentalimplantaten.Hergestellt werden die medizinischen Geräte von der Metall- und Kunststoffwaren Erzeugungsges.m.b.H (MKE) http://www.mke.co.at, den Vertrieb hat SIS- Systems Trade GmbH übernommen. Die Idee dazu kam von dem jungen Chirurgen, Alexander Gaggl. Im Gegensatz zu herkömmlichen Distraktoren verbleibt das Dentalimplantat im Kiefer und wird prothetisch versorgt. "Wesentlicher Vorteil dabei ist, dass nur ein chirurgischer Eingriff notwendig ist und es mechanisch zu einem vollwertigen Implantat ausgebaut werden kann. Konventionelle Methoden hingegen erfordern zwei bis vier operative Eingriffe," erklärt Andreas Grabenhofer, Leiter der technischen Entwicklung der MKE-Medizinprodukte.
Das Material des Implantats besteht aus CP-Titan, das in zwei Längen (neun Millimeter und elf Millimeter) erhältlich ist. Titan zeichnet sich durch sehr gute biomedizinische Eigenschaften sowie durch eine hohe Belastungsfähigkeit und Verträglichkeit aus. Mittels Laser wird die Oberfläche der Implantate aufgerauht und so eine bessere Verankerung im Knochen erreicht. MKE ist weltweit der einzige Hersteller, der dabei Laser einsetzt und somit eine optimale Anpassung an die Knochenverhältnisse erreicht. "Die größere Oberfläche fungiert wie ein Zahnrad zwischen Knochen und Titan", so Grabenhofer. Für die Heilphase muss im Unterkiefer als Richtwert mit drei Monaten und im Oberkiefer mit vier Monaten gerechnet werden. Danach kann mit der prothetischen Nachversorgung ohne Narkose begonnen werden.
Diese Methode kann bei Patienten angewandt werden, wo durch eine längere, zahnlose Zeit ein starker Knochenabbau stattgefunden hat. Bisher kam sie auch bei Unfällen, wo Kiefer und Zähne wieder hergestellt werden müssen, zum Einsatz. In einzelnen Fällen ist das Distraktionsimplantat auch bei Parodontose geeignet. Die Hersteller der CE 0123 zertifizierten Medizinprodukte gehen davon aus, dass die Implantate rund 30 Jahre halten.
Das Unternehmen:
MKE
Metall- und Kunststoffwaren
Erzeugungsges.m.b.H
Bahnhofstraße 31
A-37860 Heidenreichstein
Tel.: +43/(0)2862/52321-0
Fax: +43/(0)2862/53141
Kontaktperson:
Andreas Grabenhofer (Ende)
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