pte20000908017 in Leben
Österreichische Forscher leiten Umweltprojekt im Regenwald
Grundlagen für nachhaltige Entwicklung sollen erarbeitet werden - Workshop in Wien
Wien (pte017/08.09.2000/11:38)
Der weltweit größte tropische Regenwald, das Amazonas-Gebiet, steht im Zentrum eines internationalen Forschungsprojekts unter österreichischer Leitung. http://www.amazonia21.org Die Wissenschafter wollen ein umfassendes System erstellen, das Grundlage für ökologische und wirtschaftliche Planungen im Amazonas-Gebiet sein soll. Heute, Freitag, wird dazu in Wien ein Workshop abgehalten. Die Veranstaltung findet von 17 bis 21 Uhr im Festsaal des Bezirksamtes Alsergrund, Währinger Straße 43, statt.Seit eineinhalb Jahren arbeiten ForscherInnen und ExpertInnen aus Österreich und anderen europäischen Ländern (Deutschland, Niederlande und Schottland) mit VertreterInnen lateinamerikanischer Universitäten im amazonischen Raum zusammen. Im Rahmen des von der EU und vom österreichischen Bildungs- und Wissenschaftsministerium finanzierten Forschungsprojekts werden Methoden und Konzepte für eine nachhaltige Entwicklung des weltweit größten tropischen Regenwalds, des Amazonas-Gebiets, entwickelt.
Ziel des Projektes ist es, die in Europa gängigen Methoden zur Beurteilung und Steuerung von Umwelt, Regionalentwicklung und Wirtschaft auf das Amazonas-Gebiet anzupassen und Empfehlungen für die Politik und regionale Entwicklungen zu geben. Zu diesem Zweck soll erstmals eine umfassende Stoffstromanalyse des Amazonas-Gebiets erstellt werden. Da die lokale Wirtschaft in hohem Maße auf Eigenversorgung basiert, wird dieses Konzept durch lokale Materialflussrechnungen ergänzt, die einen Einblick in die Produktionsweise der "indigenen" Völker und "neuen" Siedler geben sollen.
Das im Rahmen des EU-Programmes INCO-DEV (Zusammenarbeit mit Entwicklungs-ländern) geförderte Projekt läuft vom Dezember 1999 bis Dezember 2001. Koordinator des Projekts ist die ÖAR-Regionalberatung, Projektpartner sind das IFF, die Freie Universität Berlin, die Freie Universität Amsterdam, das Wuppertal-Institut, das Lewis Castle College in Schottland, sowie die Universitäten von Belém (Brasilien), Santa Cruz de la Sierra (Bolivien), Letícia (Kolumbien) und Caracas (Venezuela).
Während die Abteilung Soziale Ökologie des IFF im Projekt für die Know-how-Entwicklung im Bereich der Materialflussanalysen verantwortlich zeichnet, übt die ÖAR Regionalberatung GmbH die Gesamtkoordination des Projekts aus, in dem angepasste Indikatorensysteme, der ökologische Umbau ausgewählter Schlüsselsektoren wie Holzwirtschaft und Metallgewinnung und nachhaltige Regionalentwicklung thematisiert werden.
INCO-DEV ist der Teilbereich des 5. EU-Rahmenprogrammes für Forschung und technologische Entwicklung, der gemeinsame Forschungsprojekte zwischen der EU und Entwicklungsländern finanziert. Die Themenbereiche, die dieses Forschungsprogramm abdeckt, beinhalten Politikforschung, Systemforschung Mensch- Umwelt-Gesundheit sowie die Verbesserung der Gesundheits- und Nahrungsmittelversorgung in den Entwicklungsländern.
Nähere Informationen zu EU-Forschungsprojekten mit Entwicklungsländern:
DI Amelia Amon, BIT, Tel. (01) 5811616-145, E-Mail: amon@bit.ac.at
Nähere Informationen zum Amazonas-Projekt:
Mag. (FH) Karmen Mentil
ÖAR Regionalberatung GmbH
1010 Wien , Fichtegasse 2
Tel. 01-512 15 95
Internet: http://www.amazonia21.org (Ende)
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