pte20000530033 in Leben
Österreicher essen mehr Fleisch
Lieblingsspeise ist ungebrochen das Wiener Schnitzel
Wien (pte033/30.05.2000/15:17)
55 Prozent der Österreicher ernähren sich nach wie vor am liebsten von bodenständiger Hausmannskost. Mehr als jede dritte Mahlzeit, die auf den Tisch kommt, enthält Fleisch oder zumindest Wurst. Bei 12 Prozent der Österreicher gilt das Wiener Schnitzel als Leibspeise. Dieses Ergebnis wurde heute, Dienstag, vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut AC Nielsen http://www.acnielsen.com bei einer Pressekonferenz präsentiert. Für die Essensstudie wurden 3.000 telefonische Interviews im Zeitraum Februar - März 2000 durchgeführt.AC Nielsen führte bereits im Sommer 1999 eine erste Studie zu den Essgewohnheiten der Österreicher durch, die Umfrage 2000 ist als Ergänzung der ersten Studie zu verstehen. Einerseits will man saisonale Unterschiede darlegen, andererseits wurden erstmals Trink- und Naschgewohnheiten von Herrn und Frau Österreicher untersucht.
"Waren im Sommer 1999 noch 35 Prozent der Mittagessen Fleischspeisen, bestanden im Winter 2000 bereits 47 Prozent der österreichischen Mittagsmahlzeiten aus Fleisch", so Margit Haberl von AC Nielsen. Diese Tendenz könne man, so Haberl, nun saisonal deuten und damit erklären, dass im Winter einfach mehr Fleisch gegessen wird. Doch könnte auch ein neuer Trend, der nicht zuletzt auf die Initiativen des Agrarmarkt Österreich zurückzuführen ist, hinter der Entwicklung stehen.
"Trends wie der Genuss von ausländischen Gerichten oder Essen außerhalb der eigenen vier Wände haben generell noch nicht jenes Ausmaß erreicht, wie man vielleicht annehmen möchte", erklärte Haberl weiters. Nur drei Prozent hätten auf die Frage "Was haben sie gestern zu Mittag oder zu Abend gegessen?" mit ausländischer Küche bzw. Fast Food geantwortet, während wiederum 61 Prozent angaben, Hausmannskost gegessen zu haben. 80 Prozent der Befragten essen zu Hause, nur sieben Prozent machen von gastronomischen Einrichtungen Gebrauch.
"Die Lieblingsgetränke der Österreicher sind Fruchtsäfte, Bier und Wein, überraschenderweise wird aber am häufigsten Kaffee, gefolgt von Mineralwasser und Tee konsumiert", so Anderl. Lieblingsgetränke und -speisen korrelieren demnach nicht mit dem tatsächlichen Konsum.
Wer glaubt, dass Alkohol eine unwesentliche Rolle beim Trinkverhalten einnimmt, irrt: fast jeder dritte Österreicher trinkt täglich Alkohol, jedes zehnte Getränk ist alkoholisch. Bei den Senioren gilt Wein als Lieblingsgetränk, trotzdem seien die Österreicher nicht als Alkoholiker einzustufen.
Unterschiede beim Ess- und Trinkverhalten seien vor allem hinsichtlich Jugend/Senioren, Frauen/Männer, Stadt/Land gegeben. So esse beispielsweise die Jugend am liebsten Pizza und Nudeln und mehr kalte, kleine Speisen, während von der älteren Bevölkerung Mahlzeiten wie Suppen, Backhendl, Fleisch bevorzugt werden. Frauen sind generell bei der Nahrungsauswahl anspruchsvoller und gesundheitsbewusster als Männer. Am Land werde traditionsgemäß mehr gekocht. Kleine, kalte Speisen werden hier weniger gegessen. (Ende)
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