pte20000628041 in Leben
Ärzte warnen vor Raumsprays und Duftölen
Besonders betroffen sind Allergiker und Schwangere
Hamburg (pte041/28.06.2000/17:41)
Der Wohlgeruch, den die Raumsprays, Duftgele und Aromaöle verbreiten, täuscht ein wenig über die Gefahren hinweg, die sie für manche Menschen bedeuten. In der deutschen Zeitschrift Vital http://www.jalag.de/zundz/vital warmen Fachleute vor den unerwünschten Nebenwirkungen. Besonders betroffen davon seien Allergiker und Schwangere, so Experten.Wissenschaftler der Universität von Bristol http://www.bris.ac.uk haben in einer Untersuchung mit 14.000 Schwangeren festgestellt, dass Frauen, die regelmäßig Produkte zur Luftverbesserung benutzen, deutlich häufiger unter Kopfschmerzen und postnatalen Depressionen litten als eine Vergleichsgruppe, die seltener künstliche Düfte ausgesetzt war. Auch Babys, die den Düften ausgesetzt waren, litten unter Ohr-Infektionen und Durchfall.
Ärzte warnen aber besonders Allergiker vor den Luftverbesserern. Darin enthaltenen Duft- und Aromastoffe kommen als Ursache für Allergien in Frage. "Menschen, die gegen Pollen allergisch sind, und Asthmatiker sind durch ätherische Öle gefährdet, da sie häufig zu Allergien führen können", sagt Beatrix Tichatschek, Geschäftsführerin des Allergiezentrums Wien West http://www.allergiezentrum.at zu pressetext.austria. Sprays würden in Österreich nicht so häufig verwendet werden. Besondere aufmerksam sollten Allergiker jedoch bei verschiedenen natürlichen Duftölen sein. Zimt und Zimtöl enthalten Perubalsam, der durch Einnahme und Inhalation allergische Reaktionen hervorrufen könne, so die Ärztin. "Auch bei Bergamottöl, einem häufig verwendeten Duftöl, kann es zu Kontaktallergien kommen", so die Ärztin.
Inhaltsstoffe würden in Allergielabors meist nicht analysiert, aber ätherische Öle gelten vielfach als potenzielle Allergieauslöser, so Tichatschek. Doch sei es eher unwahrscheinlich, dass Kleinkinder auf diese Stoffe reagieren, da die Konzentrationen zu gering seien. Ausnahmen bilden jedoch asthmatische Kinder, bei denen große Vorsicht geboten sei. Dort könnten fremde Stoffe immer zu asthmatischen Reaktionen führen, meint die Spezialistin.
Bei Aromen sei für Allergiker die reine Natur oft problematischer als der Stoff aus dem
Chemielabor. Synthetischen Substanzen fehlten oft die typischen allergenen Wirkungen, so der Vital Report. Experten empfehlen daher, Duftkerzen, Aromalampen und elektrische Verdunster nur zu besonderen Gelegenheiten beziehungsweise nur zu therapeutischen Zwecken einzusetzen. (ww/vital) (Ende)
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