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"Punkteführerschein würde Verkehrssicherheit heben"

Österreichischer Verkehrsclub fordert nach 13 Verkehrstoten am Wochenende rasche Einführung


Wien (pte037/13.06.2000/15:45)

Der Pfingstverkehr endete auf Österreichs Straßen mit einem Massaker: nach der vorläufigen Bilanz des Innenministeriums kamen bei Verkehrsunfällen 13 Menschen ums Leben, etwa 700 wurden verletzt. Der Verkehrsclub VCÖ fordert noch für dieses Jahr die Einführung des Punkteführerscheins, um weitere Todesopfer auf Österreichs Straßen zu verhindern.

"Erneut hat die Raserei einiger Gemeingefährlicher zu Toten und Verletzten geführt. Mit einem Punkteführerschein können diese Leute rechtzeitig aus dem Verkehr gezogen werden", sagte Wolfgang Rauh, wissenschaftlicher Leiter des VCÖ. "Am vergangenen Freitag gab es beim Innenministerium einen so genannten Verkehrsgipfel zu diesem Thema, doch die Experten waren nicht der Meinung, dass ein solcher Punkteführerschein nötig ist", so Rauh gegenüber pressetext.austria. "Auch die Handelskammer, die Berufskraftfahrer vertritt, ist der Meinung, dass Vergehen wie Laden in zweiter oder dritter Spur keine Delikte wären, die Negativ-Punkte bringen sollten", so der Experte.

Der Verkehrs-Experte spricht jedoch von einer unsinnigen Argumentation. "Das zeigt nur die Unfähigkeit eine kompetente Kommunalpolitik zu machen, wenn Kammervertreter argumentieren, dass die Ladetätigkeit ein Argument gegen die Einführung des Punkte-Führerscheins ist. Solche Äußerungen sind kontraproduktiv", so Rauh. Es gehe bei der Einführung des Punkte-Führerscheins um die zentral registrierten Übertretungen. Damit soll die Verkehrsfähigkeit erfasst werden und extrem unzuverlässige Lenker ermittelt werden. Nur 0,3 Prozent der erfassten Lenker sind extrem risikobereit und damit gemeingefährlich unterwegs.

Punkteführerscheine gibt es in den USA, in Frankreich, England und Deutschland. Dortige Erfahrungen belegen auch, dass die Anzahl der Verkehrstoten deutlich zurückgingen, so der Experte. 1999 starben auf Deutschlands Straßen 94 Menschen pro eine Million Einwohner. Großbritannien hatte mit 60 Verkehrstoten pro eine Million Einwohner die niedrigste Zahl in der EU. Österreich liegt mit 137 Todesopfern im Spitzenfeld Europas.

"Der VCÖ hat in einer aktuelle Studie, die vom Verkehrssicherheitsfonds in Auftrag gegeben wurde, festgestellt, dass in Österreich 70 Prozent der Autofahrer für die Einführung des Punkte-Führerscheins sind. Der Punkteführerschein könnte bei entsprechendem Willen der Entscheidungsträger noch heuer eingeführt werden", so Rauh. Der heurige Pfingstverkehr entspreche der seit einigen Jahren beobachteten Statistik: die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle ist steigend.(ww)

Weitere Informationen bei der Dachorganisation T&E http://www.t-e.nu , sowie bei der Schwesterorganisation Verkehrsclub Deutschland VCD http://www.vcd.org (Ende)
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