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"Kunstschätze Österreichs" - Das Heidentor in Carnuntum

Neue Münzserie "Kunstschätze Österreichs" beginnt mit der 1000 S-Goldmünze "Heidentor - Carnuntum"


Wien (pts062/21.11.2000/17:36)

Am 22. November 2000 nimmt zum letzten Mal eine Münzserie, die auch noch Schilling-Münzen enthält, ihren Anfang. Dem Thema "Kunstschätze Österreichs" entsprechend bilden vier Goldmünzen in handgehobener Prägequalität die gleichnamige Münzserie. Den Anfang macht die neue 1000 S-Goldmünze "Heidentor - Carnuntum".

Die neue Goldmünze - die neue Serie
Der Graveur Herbert Wähner gestaltete die Aversseite mit der Darstellung des Heidentors, so wie wir es heute kennen. Daneben findet sich die Marmorfigur der "Tanzenden Mänade" (oder Bacchantin), die man in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bei Ausgrabungen in Carnuntum fand. Sie gilt als eine der bedeutendsten und schönsten römischen Skulpturen. Auf der anderen Münzseite ist Kaiser Constantius II., der Erbauer des Heidentors, zu sehen. In seiner rechten Hand hält er die Figur der Victoria, der Göttin des Sieges.

Die neue Münzreihe ist zum einen als Ergänzung zur Silberserie "Österreich im Wandel der Zeit" gedacht. Aber auch für sich allein bilden die vier Goldstücke eine einzigartige attraktive Sammlung. Die ersten beiden Münzen tragen einen Schilling-Nennwert, die zwei anderen werden auf Euro lauten. Jährlich gibt es zu einer der beiden Münzen aus der Silberserie eine Goldmünze. Sie rückt ein für die jeweilige Epoche repräsentatives, bedeutendes Kunstwerk Österreichs in den Mittelpunkt. Die erste Münze ist der Zeit der Römer und deren beeindruckender Architektur gewidmet. Auf österreichischem Boden erinnern vor allem das Heidentor und die Ausgrabungen in Carnuntum an die großartigen Leistungen und Kunstschätze dieser Ära.

Die Goldmünze "Heidentor Carnuntum" in der Sonderqualität "Handgehoben" ist ab 22. November in allen österreichischen Geldinstituten, im Münzfachhandel sowie im Münze Österreich Shop erhältlich. Die Auflage ist mit lediglich 30.000 Stück streng limitiert. Alle Münzen werden mit Echtheitszertifikat zum empfohlenen Preis von 3.500 Schilling ausgegeben. Die Münze ist mehrwertsteuerfrei.

Was man heute über das Heidentor weiß
Über die Geschichte des Heidentors, dem wohl bekanntesten römischen Bauwerk Österreichs, wurde lange gerätselt. Einige Fragen konnten nun geklärt werden, wie der Archäologe Univ. Prof. Dr. Werner Jobst im Rahmen der Münzpräsentation erläuterte. Hinter der Ruine verbirgt sich die Architektur eines Quadrifrons, d.h. eines römischen Bogenmonumentes mit vier Durchgängen. Sein Standort liegt, wie man heute weiß, an der Straßenkreuzung, welche die römische Donauuferstraße (Limesstraße) mit der nordsüdlichen Bernsteinstraße verband.

In der Mitte des einst 15 m hohen Bogenmonumentes stand ein Statuensockel von über 4 m Höhe. Die vier Pfeiler des Monumentes, von denen zwei erhalten sind, bestanden aus einem Kern von sehr festem Gussbeton (opus caementicium). Die Verbindung der vier Pfeiler bestand aus einem in Ziegeltechnik konstruierten Kreuzgratgewölbe, welches den zentralen Mittelraum überspannte. Von diesem Gewölbe sind der westliche Ziegelbogen vollständig und die Ansätze des südlichen und nördlichen Bogens erhalten geblieben. Die ganze östliche Hälfte des Monumentes dürfte bereits im 15. Jahrhundert oder noch früher durch Sprengungen zerstört worden sein. Spätere Versuche, die Ruine weiter zum Einsturz zu bringen, scheiterten an der Widerstandsfähigkeit der Baumasse.

Die Ausgrabungen und die Auswertung des reichen Fundmaterials haben ergeben, dass das Monument in den Jahren zwischen 354 und 361 n. Chr. erbaut worden sein musste. Münzfunde, Gefäßkeramik, Fibeln, Waffen und Rüstungsbestandteile hinterließen eine so deutliche chronologische Spur, dass heute an der Datierung des Quadrifrons von Carnuntum unter der Alleinregierung des Kaisers Constantius II. (351 - 361 n. Chr.), dessen Darstellung sich auf der Reversseite der neuen Münze findet, kein Zweifel mehr besteht.

Die Funktion der Anlage erklärt uns schließlich ein Zeitgenosse dieses Kaisers, der Offizier und Geschichtsschreiber Ammianus Marcellinus, in dessen Römischer Geschichte zu lesen ist, dass Kaiser Constantius "unter großen Kosten Triumphbögen ... in Gallien und Pannonien errichten und auf ihnen Inschriften über seine Taten anbringen ließ, damit die Menschen von ihm lesen sollten, solange die Denkmäler stünden". Zweifelsohne handelt es sich beim Heidentor in Carnuntum also um den pannonischen Triumphbogen von Kaiser Constantius.

1000-Schilling-Goldmünze "HEIDENTOR - CARNUNTUM"
aus der neuen Serie
"KUNSTSCHÄTZE ÖSTERREICHS"

Prägestätte MÜNZE ÖSTERREICH

Ausgabetag 22. November 2000

Entwurf Herbert Wähner

Feinheit 986 / 1000

Feingewicht 16g

Durchmesser 30 mm

Nominale Schilling 1000,-

Auflage max. 30.000 Stück
ausschließlich in der Sonderqualität "Handgehoben"

Die Münzen der Serie sind gesetzliche Zahlungsmittel der Republik Österreich. (Ende)
Aussender: Münze Österreich AG
Ansprechpartner: Heidemarie Frank
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Website: www.austrian-mint.at
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