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pte20191003013 Computer/Telekommunikation, Forschung/Technologie

"Knocker": App erkennt Objekte per Klopfen

Software wertet Daten der im Smartphone verbauten Sensoren für genaue Analyse aus


"Knocker": Durch einfachen Klopfen wissen, was drin ist (Foto: kaist.edu)

Daejeon (pte013/03.10.2019/12:30) - Forscher des Korea Advanced Institute of Science and Technology (KAIST) http://kaist.edu haben mit "Knocker" eine App entwickelt, die eine Objekterkennung mit dem Smartphone ermöglicht. Um herauszufinden, ob eine Flasche leer ist oder beispielsweise Fruchtsaft enthält, muss der User dank der Anwendung nur noch leicht mit dem Smartphone darauf klopfen. Das dabei erzeugte Geräusch sowie die über die Sensoren des Smartphones erhobenen Daten identifizieren dann den Inhalt.

Kraft der Sensoren

"Diese neue Technologie benötigt weder spezialisierte Sensoren noch eine besondere Hardware. Die Software nutzt einfach die im Smartphone vorhandenen Sensoren und setzt auf die Kraft des maschinellen Lernens", sagt KAIST-Forschungsleiter Sung-Ju Lee. Es handle sich um eine Software-Lösung, von der jeder profitieren könne.

In nahezu jedem Smartphone befinden sich ein Mikrofon, ein Beschleunigungsmesser und ein elektronisches Gyroskop, das dafür sorgt, dass sich das Bild auf dem Display bei entsprechenden Bewegungen dreht. Die Daten, die diese Sensoren liefern, reichen aus, um Objekte zu identifizieren. Allerdings ist eine Lernphase nötig, in der die Software darauf trainiert wird, die Kombination aus Sensorinformationen bestimmten Objekten eindeutig zuzuordnen.

Hilfe für den Alltag

Das Team hat der App beigebracht, 23 Gegenstände des Alltags zu erkennen - etwa Bücher, Laptops, Wasserflaschen und Fahrräder. In einer geräuschbelasteten Umgebung etwa am Straßenrand oder in einem Café lag die Trefferquote bei 83 Prozent. In ruhigem Umfeld stieg sie auf 98 Prozent. Lee nennt als Anwendung den automatischen Einkauf von Waren. Seine Software könne mit einem Bestellprogramm gekoppelt werden, das neues Mineralwasser ordert, wenn man auf eine leere Flasche klopft. Vorerst listet das Team 15 Anwendungen auf.



(Ende)
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