"Gefangen im Sexismus?! Oder sogar eine Facette des zwischenmenschlichen Spiels?!"
Garbriele Scharmer im Dialog mit VALIE EXPORT: "Zeit für eine neue Weiblichkeit"
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"Zeit für eine neue Weiblichkeit“ (Bild: Gabriele Scharmer)
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Wien (ptp004/09.08.2026/20:55)
Gabriele Scharmer: "3 Positionen des Frauenzeitalters" im Dialog mit VALIE EXPORT. Die österreichische Künstlerin Gabriele Scharmer, geboren 1962 in Eisenstadt, präsentiert in der Galerie Steiner ihre neue Werkserie im Rahmen der Ausstellung "3 Positionen des Frauenzeitalters – im Dialog mit VALIE EXPORT". Seit vielen Jahren entwickelt Scharmer eine unverwechselbare Bildsprache zwischen Abstraktion und Figuration, geprägt von mehrschichtigen Farbräumen, plastischen Strukturen aus Bitumen und Sand sowie einer präzisen, oft fast zeichnerischen Linienführung.
Ein zentrales Motiv ihres Schaffens ist die Idee der Resonanz: Kunst soll das sichtbar machen, was im Betrachter bereits angelegt ist. Ihre Werke wirken wie energetische Felder, die innere Bilder, Empfindungen und Erinnerungen aktivieren. Diese Haltung prägt auch ihre aktuelle Weiterentwicklung, die von Materialexperimenten, intuitiven Farbfeldern und der Beobachtung alltäglicher Situationen getragen wird. Ihre Ausbildung umfasst zahlreiche internationale Dozentinnen und Dozenten sowie die Meisterklasse "Abstrakt" an der Kunstfabrik Wien.
In der Ausstellung setzt sich Scharmer mit der neuen Weiblichkeit im Gegensatz zum Sexismus auseinander. Weibliche und männliche Akte treten in Resonanz zum Betrachter und eröffnen einen Raum, in dem Körperlichkeit nicht als Objekt, sondern als Beziehung erfahrbar wird. Besonders eindrucksvoll sind die Porträts einer Frau in verschiedenen Techniken, die eine eigene, stille und zugleich kraftvolle Sprache sprechen.
Der Dialog mit VALIE EXPORT entsteht dort, wo Scharmer die Frage nach Selbstbestimmung, Blickregime und Körperpräsenz weiterführt. Während EXPORT den weiblichen Körper aus der passiven Rolle löste und ihn zum Medium künstlerischer Selbstbehauptung machte, übersetzt Scharmer diese Gedanken in eine malerische Form: Resonanz statt Repräsentation, Energie statt Abbild, Freiheit statt Festlegung.
Die Ausstellung zeigt eine Position der zeitgenössischen feministischen Kunst, die nicht laut agitatorisch, sondern tiefgründig und sinnlich wirkt. Scharmers Werke formulieren ein Recht auf Selbstdefinition – für Frauen wie für Männer – und eröffnen einen Raum, in dem Verletzlichkeit und Stärke, Widerstand und Lust, Nähe und Distanz gleichzeitig existieren dürfen.
Ort: Galerie Steiner, Wien
Vernissage: 20. August 2026, 19 Uhr
(Ende)| Aussender: | Blue-Romus-Project GmbH |
| Ansprechpartner: | ART Presse Mikizzaner |
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