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pte20000709012 in Leben

"Fingerabdruck" bestimmt Alter von Wasser

Höhere Exaktheit beim Aufspüren von Umweltsünden


St. Louis/USA (pte012/09.07.2000/14:45)

Wer das Alter eines Wassertropfens kennt, kann das Wassersystem verstehen, aus dem er stammt und schädliche Verschmutzungen zurückverfolgen. Dank einer neuen Berechnungsmethode der Washington University http://www.wustl.edu/ kann der Forschungsbereich jetzt auf radioaktive Marker oder Farbstoffe verzichten. Zukünftige Klimastudien und Untersuchungen der Wasserqualität sollen wesentlich auf der neuen Formel beruhen, Umweltsünden wird man exakter aufspüren können. Die Forscher der Washington University integrieren die Methode in eine ehrgeizige Studie zur Wasserqualität des riesigen Mississippi-Missouri-Flusssystems. http://www.eurekalert.org/releases/wusm-dhn070300.html

Um Wasser genauer zu datieren, entwickelte das Team um Robert Criss, Professor für Earth and Planetary Sciences, eine ausgeklügelte Formel. Entscheidend ist das Verhältnis von Sauerstoff-16 im Wasser, das 99,8 Prozent aller Wassermoleküle enthalten, zu Sauerstoff-18, einem nicht radioaktiven Isotop. Das Mengenverhältnis zwischen "Original" und "Variante" gibt jedem Wassersystem seinen individuellen "Fingerabdruck", so die Forscher. Zudem kann Criss damit das durchschnittliche Alter von Wasser aus jeglichem Wassersystem bestimmen.

"Die meisten Methoden, um Wasser zu datieren, beruhen auf radioaktiven Isotopen wie Kohlenstoff-14, die gewöhnlich an Spuren irgendeiner im Wasser gelösten organischen Substanz gebunden sind", erklärt Criss. Dabei könne man aber nicht exakt das Alter des Wassers erkennen, sondern nur, wann die jeweilige Substanz ins Wasser geraten sei. Seine Methode hingegen nimmt direkt die Wassermoleküle "unter die Lupe". Zusammen mit der Größe eines Wassersystems und der Tiefe seiner Speicher hilft das Alter des Wassers, Wassersysteme zu verstehen.

Andere gelöste Substanzen geben zusätzliche Hinweise. So hat älteres Grundwasser ein "natürliches" Verhältnis seiner Kohlenstoff-, Sauerstoff- und Wasserstoff-Isotopen und es enthält weniger Nitrate als jüngeres Grundwasser. Jüngeres Grundwasser hat oft auch ein individuelles Isotopenverhältnis, das auf landwirtschaftliche und industrielle Quellen hinweist. "Wir hoffen, dass wir mit dieser neuen Methode die Quellen der Verschmutzung geographisch unterscheiden können", so Chris, "und wir sind zuversichtlich, dass wir nach und nach identifizieren können, wo verschiedene Chemikalien und verseuchende Substanzen in ein Flusssystem eingeleitet wurden." Informationen: Tony Fitzpatrick, E-Mail: tony_fitzpatrick@aismail.wustl.edu (wsa/EurekAlert) (Ende)
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