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pte20000620023 in Leben

"Es müssen nicht immer Medikamente sein"

Initiative "Arznei und Vernunft" plädiert für gesünderen Lebensstil


Wien (pte023/20.06.2000/12:35)

Vertreter der Sozialversicherungen, der Pharmawirtschaft und der Ärzte- und Apothekerkammer haben heute, Dienstag, ein europaweit einzigartiges Gemeinschaftsprojekt gestartet, das den Menschen zu einem vernünftigen Umgang mit Medikamenten bringen soll. Unter dem Motto "Es müssen nicht immer Arzneimittel sein" soll auch gezeigt werden, dass durch einen gesünderen Lebenswandel mit ausgewogener Ernährung, Bewegung, Abspecken sowie dem Einschränken des Tabak- und Alkoholkonsums Arzneimittel eingeschränkt werden können.

Auch die Pharmaindustrie unterstützt dieses Projekt, da sie der Ansicht ist, dass Medikamente nur dann sinnvoll sind, wenn sie wirklich gebraucht werden. "In einem Umfeld immer knapper werdender Finanzressourcen im Gesundheitswesen kommt es darauf an, dass mit dem wertvollen Gut Arzneimittel noch sorgsamer umzugehen als bisher", sagte Ulrich Bode, Präsident der Pharmig http://www.pharmig.or.at , der Vereinigung pharmazeutischer Unternehmen. Dazu zähle auch der vernünftige und widmungsgemäße Umgang mit Arzneimitteln. Dann könne auch weiterhin die Versorgung mit modernsten Arzneimitteln für alle Österreicher gewährleistet werden, so Bode. Er unterstrich aber auch, dass die Pharmaindustrie zu unrecht verteufelt werde: Die Entwicklungskosten von bis zu einer Mrd. Dollar für ein einzelnes Medikament trage die Pharmaindustrie alleine, ohne Subventionen. "Diese Kosten entsprechen jenen von zehn Verkehrsflugzeugen der Typs Boeing 777", so Bode.

Josef Probst, Generaldirektor-Stellvertreter des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträgers http://www.sozialversicherung.co.at , betonte, dass mit dem Irrglauben, dass Mediziner für die Geundheit verantwortlich seien, endlich Schluss gemacht werden müsse. "Der Mensch ist Gestalter und Mitgestalter seiner Gesundheit", so Probst. Allein die dauernde Änderung eines Lebensstilfaktors habe einen wesentlichen und positiven Effekt auf die Gesundheit. Zu diesem Zweck werde im Rahmen der Aktion "Ihrer Gesundheit zuliebe" eine Broschüre und ein veränderter Krankenschein ausgegeben. Probst plädierte für ein gemeinsames Sparen. "Alle sollen weiterhin von der modernen Medizin profitieren. Doch möchte ich meine tiefen Sorgen zur Finanzierung des Gesundheitssystem bekanntgeben", so Probst.

Auch die Vizepräsidenten der Apothekerkammer Christiane Körner erklärte, dass die Apotheken vermehrt auf große Risiken der Gesundheit hinweisen wollen. Broschüren und Aufklärung über das Rauchen und dem großen Problem des Bluthochdrucks sind Schwerpunkte dabei. "Über 1,5 Mio. Österreicher leiden an Bluthochdruck. Viele wissen es nicht, da dieses Gesundheitsproblem keine wahrnehmbaren Symptome mit sich bringt", so Körner.

Auch der Obmann der Bundeskurie der niedergelassenen Ärzte, Jörg Pruckner, betont, dass diese Aktion ein echter Anstoß sein sollte, gesünder zu leben. "Es darf nicht zu einem Qualitätskriterium werden, dass jeder Patient mit mindestens einem Medikament die Arzt-Praxis verlässt", so Pruckner. Vielmehr müsse der Arzt so auf den Patienten einwirken, dass dieser sich als Hausarzt seiner selbst sehe. Diese Arbeit ist mühevoll, aber es ist die Aufgabe der Ärzte die Patienten auszubilden. "Das bedarf einen Wechsel im Denken", so Pruckner. Nichts sei schliesslich schwieriger als den Lebenstil zu ändern, so der Arzt.(ww)

Weitere Informationen: http://www.sozialversicherung.co.at/hvb/medizin/index.htm (Ende)
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