US-Bürger zahlen Zeche für Trumps Zollpolitik
Allein 2025 Mehrkosten von rund 200 Mrd. Dollar - Inflation steigt für Verbraucher immer mehr
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Donald Trump: kassiert bei den eigenen Bürgern ab (Bild: David Bruyland, pixabay.com) |
Kiel/Brighton/Brookhaven/Boston (pte004/22.01.2026/06:15)
Die milliardenschweren Einnahmen aus den von US-Präsident Donald Trump verhängten Strafzöllen zahlen im Wesentlichen die Bürger der Vereinigten Staaten. Das zeigen Studien des Kiel Instituts für Weltwirtschaft, der University of Sussex, der Yale University und auch der Harvard Business School.
Nächste Keule Grönland-Zölle
Die Wirtschaftsexperten aus Kiel beziffern den Anteil, den US-Bürger aufgrund der Zölle zahlen müssen, auf 96 Prozent. Das stellt die seit Langem vertretene Behauptung des US-Präsidenten infrage, dass ausländische Länder die Kosten für US-Handelszölle tragen und die US-Bürger davon profitieren, im Gegensatz zum Staat, der so seine Defizite ein wenig korrigieren kann.
Trump hat Zölle als Instrument gefördert, um ausländische Produzenten zu zwingen, für den Zugang zum US-Markt zu zahlen. Jetzt kommen noch die Zölle hinzu, die Trump den Ländern aufbürdet, die sich offen gegen seine Übernahmegelüste in Bezug auf Grönland stellen. Die relativ starke Leistung der US-Wirtschaft im vergangenen Jahr schien diese Behauptung zunächst zu stützen, da das Wachstum anhielt und die Inflation unter Kontrolle blieb.
Preissenkungen blieben aus
Die Analyse der deutschen Forscher deutet darauf hin, dass die Auswirkungen verzögert eintreten, aber nicht ausbleiben. Bei der Untersuchung von weltweiten Lieferungen im Wert von rund vier Bio. Dollar zwischen Anfang 2024 und Ende 2025 fanden die Forscher kaum Anhaltspunkte dafür, dass ausländische Firmen als Reaktion auf höhere US-Zölle ihre Preise gesenkt hätten. Stattdessen wurden die höheren Kosten entlang der Lieferkette in die USA weitergegeben.
Laut US-Handelsminister Howard Lutnick spülen die Zoll-Eskapaden von US-Präsident Donald Trump pro Monat rund 50 Mrd. Dollar in die staatlichen Kassen. Doch laut Jiao Wang von der University of Sussex geht diese Wirtschaftspolitik auf lange Sicht vor allem zulasten der eigenen Bevölkeung, wie pressetext berichtete. Dem Kieler Experten Julian Hinz nach wirken die US-Zölle eher als inländische Verbrauchssteuer denn als Abgabe für ausländische Hersteller.
Die 2025 eingenommenen Zolleinnahmen in Höhe von rund 200 Mrd. Dollar seien "fast ausschließlich von den Amerikanern bezahlt" worden, was im Laufe der Zeit zu einem Anstieg der Inflation führen könnte, was derzeit schon zur Realität wird. US-Verbraucher klagen immer lauter über steigende Preise, wie pressetext berichtete.
Andere Studien kommen zu ähnlichen Schlussfolgerungen. Untersuchungen der Yale University und der Harvard Business School zeigen, dass ausländische Hersteller nur einen kleinen Teil der Zollkosten tragen, während der Großteil der Belastung US-Importeure, Einzelhändler und letztlich die Verbraucher trifft.
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