pts20080519036 Technologie/Digitalisierung, Medizin/Wellness

ARC Science News: Mobilfunk und Gesundheit


Wien (pts036/19.05.2008/14:10) Die Diskussion über mögliche gesundheitliche Auswirkungen elektromagnetischer Felder von Handys und Basisstationen dauert bereits ein gutes Jahrzehnt. In dieser Zeit hat sich die Forschung intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt, trotzdem sind die Aussagen von Wissenschaftlern und Medien widersprüchlich geblieben. Im Herbst letzten Jahres wurden die Ergebnisse der AUVA (Allgemeine Unfall Versicherungs-Anstalt) Studie ATHEM über Auswirkungen der Signale von Mobiltelefonen auf den Menschen und Zellkulturen der Öffentlichkeit präsentiert und haben zu erweiterten Diskussionen und neuen Interpretationen geführt. Zweck dieser Studie war es herauszufinden, ob die elektromagnetischen Felder von Mobiltelefonen unterhalb der Grenzwerte gesundheitsrelevante athermische Wirkungen haben können.

Das smart systems Team der Austrian Research Centers war maßgeblich an der Durchführung von der von der AUVA finanzierten Studie ATHEM über mögliche Auswirkungen elektromagnetischer Felder von Mobilfunkeinrichtungen unterhalb der bestehenden Grenzwerte beteiligt. Dipl.-Ing. Dr. Georg Neubauer von den ARC berichtet, dass die ARC für die Bereitstellung von Expositionseinrichtungen sowie für die Durchführung von immunologischen Untersuchungen verantwortlich waren. Die Studien wurden mit höchster Sorgfalt durchgeführt, die Studienprotokolle wurden, um höchstmögliche Qualität zu erzielen, vor der Durchführung der Experimente zusätzlich von externen internationalen Experten überprüft. Die eingesetzten Expositionseinrichtungen entsprechen den höchsten wissenschaftlichen Anforderungen. Die ARC sind wie der Wissenschaftliche Beirat Funk (WBF) der Meinung, dass die im Rahmen der ATHEM Studie gefundenen Effekte einen interessanten und auch sehr wichtigen Beitrag zur Forschung darstellen.

Zum Problemfeld Mobilfunk und Gesundheit ist festzustellen, dass nach heutigem Wissensstand bei Einhaltung der bestehenden Grenzwerte mit keiner gesundheitlichen Gefährdung zu rechnen ist. Aufgrund unklarer wissenschaftlicher Befunde gibt es jedoch in mehreren Bereichen, z.B. epidemiologische Studien zu möglichen Langzeiteffekten bei Kindern und Erwachsenen, Grundlagenforschung zu Mechanismen und Modellen sowie dosimetrische Untersuchungen zur Energieaufnahme im menschlichen Körper, weiteren Forschungsbedarf.

Ing. Dr. Georg Neubauer von den ARC ist daher der Ansicht, "dass im Hinblick auf die Einführung und Verwendung neuer Technologien grundsätzlich ein umsichtiger Umgang mit diesen Technologien sinnvoll ist."

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