Pampelmuse verliert ihre Bitterstoffe
Forscher des Volcani Institute haben mittels Genmanipulation das entsprechende Protein blockiert
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Grapefruit: schmeckt bald nicht mehr bitter (Foto: Engin Akyurt, pixabay.com) |
Rishon LeZion/Melbourne (pte003/30.03.2026/06:10)
Molekularbiologe Yoram Eyal und seine Kollegen vom Volcani Institute haben mithilfe der Genom-Editierungstechnologie CRISPR/Cas9 ein Gen in der Grapefruit-Sorte Citrus paradisi inaktiviert und so den bitteren Geschmack beseitigt. Das macht die Zitrusfrucht für empfindliche Menschen genießbar.
Neue Sorte, anderer Geschmack
"Wir begannen mit Grundlagenforschung, ermittelten den Stoffwechselweg, der Bitterstoffe in Zitrusfrüchten erzeugt, und übertrugen dies mithilfe der Genom-Editierung in die landwirtschaftliche Praxis, um neue Sorten mit verändertem Geschmack zu entwickeln", unterstreicht Volcani-Institute-Forscher Eyal.
Die Bitterrezeptoren auf der menschlichen Zunge ermöglichen es, eine breite Palette toxischer Verbindungen in der Nahrung zu erkennen. Doch viele nährstoffreiche Verbindungen enthalten Bitterstoffe, sodass viele Menschen darauf verzichten.
Doch es gibt auch viele Erwachsene, die eine Vorliebe für bittere Lebensmittel wie Grapefruit haben. Kinder reagieren jedoch im Allgemeinen empfindlicher auf Bitterkeit, was dazu führen kann, dass sie sich von gesunden Lebensmitteln abwenden und so auf zahlreiche nährstoffreiche Vorteile verzichten.
Beweise erst in ein paar Jahren
Die vorgenommene gentechnische Veränderung zwingt den Grapefruit-Baum dazu, die Biosynthese des Proteins einzustellen, das die Bitterstoffe produziert. Das hat bisher allerdings nur die Analyse von Blättern gezeigt. Bitterstoffe wie Naringin, Neohesperidin oder Poncirin waren nicht mehr nachweisbar.
Die israelischen Wissenschaftler um Eyal gehen davon aus, dass auch die Früchte davon befreit werden. Das lässt sich allerdings erst in einigen Jahren feststellen, wenn die Jungpflanzen erste Früchte tragen.
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