Kurzvideo-Sucht ist wirkungsvoll bekämpfbar
Phänomen resultiert laut Anhui Science and Technology University aus Konzentrationsschwäche
![]() |
Hantieren mit dem Smartphone: Kurzvideos können süchtig machen (Foto: Mesotoday, pixabay.com) |
Chuzhou (pte002/27.03.2026/06:05)
Die Sucht nach Kurzvideos (SVA) bei Jugendlichen führt nicht nur zu Konzentrationsschwierigkeiten, sondern auch zum Erkennen von Emotionen bei anderen Menschen. Laut Haodong Su von der Anhui Science and Technology University stimuliert die wiederholte Konfrontation mit diesen kurzen, informationsreichen Inhalten das Gehirn so stark, dass es diese als angenehm empfindet. Das Gehirn werde eingelullt, was wiederum dazu führt, dass Social-Media-Nutzer regelrecht süchtig würden.
Bedrohung der Gesundheit
Angesichts der zunehmenden Verbreitung von Kurzvideos im Internet gibt zunehmend Anlass zur Sorge, da die Clips die Effizienz im Alltag beeinträchtigen und sich negativ auf die psychische und physische Gesundheit auswirken, sagt Haodung. Daher sei es von entscheidender Bedeutung, diese relativ neue Art der Sucht zu verstehen. Als eine der Ursachen identifiziert der Experte die Bindungsangst, die Furcht, verlassen zu werden, die oft in der frühen Kindheit geprägt wird.
"Wir haben erkannt, dass ein höheres Maß an Bindungsangst mit einem größeren Risiko für SVA verbunden ist. Eine schlechtere Aufmerksamkeitskontrolle - also die Kontrolle darüber, was wir ignorieren oder worauf wir uns konzentrieren - sowie Schwierigkeiten bei der Verarbeitung der eigenen Emotionen oder der Emotionen anderer - kann diesen Zusammenhang teilweise erklären", urteilt der Wissenschaftler.
Trainieren der Konzentration
Für seine Untersuchung hat das Team 342 Studenten zwischen 18 und 22 Jahren rekrutiert und deren SVA-Ausprägung wie auch Bindungsangst, Konzentrationsfähigkeit und Alexithymie gemessen - ein Charakterzug, der von Schwierigkeiten beim Erkennen und Beschreiben von Emotionen gekennzeichnet ist. Frühere Studien deuten darauf hin, dass Alexithymie unter jungen Menschen relativ häufig vorkommt, insbesondere in entscheidenden Entwicklungsphasen oder bei Stresssituationen.
Das Trainieren der Konzentration kann vor der Kurzvideo-Sucht schützen, meint Haodong. "Junge Menschen, die ihre Aufmerksamkeit besser regulieren und aufrechterhalten können, entwickeln seltener Suchtmuster beim Konsum von Kurzvideos, selbst wenn sie emotionale Schwierigkeiten wie Bindungsangst erleben", betont der Fachmann der Anhui Science and Technology University abschließend.
(Ende)| Aussender: | pressetext.redaktion |
| Ansprechpartner: | Wolfgang Kempkens |
| Tel.: | +43-1-81140-300 |
| E-Mail: | kempkens@pressetext.com |
| Website: | www.pressetext.com |


