pte20260325015 in Leben

SARS-CoV-2 entwickelt sich in engen Grenzen

University of Glasgow Centre for Virus Research: Nur bereits vorhandene Mutationen relevant


SARS-CoV-2: doch keine drastische Evolution (Bild: ChatGPT/Dall-E)
SARS-CoV-2: doch keine drastische Evolution (Bild: ChatGPT/Dall-E)

Glasgow (pte015/25.03.2026/10:30)

Das COVID-19-Virus hat sich seit 2019 rasant entwickelt. Dies hat jedoch innerhalb von eingeschränkten genetischen Kanälen stattgefunden. Diese genetischen Grenzen haben sich in der Folge auch nicht verändert, zeigt eine Studie unter der Leitung des University of Glasgow Centre for Virus Research. Entgegen den Befürchtungen einer drastischen und raschen Evolution des Virus kam es nur durch das Kombinieren von bereits bestehenden Mutationen zu Veränderungen.

Analyse riesiger Datensätze

Das Forscher-Team um James Herzig hat den Umfang der weltweiten Genomsequenzierung analysiert, der Strukturbestimmung von Proteinen und gezielter Studien in Hinblick auf das Virus. Genutzt worden sind riesige Datensätze zu SARS-CoV-2, um die Rolle der strukturellen Beschränkungen bei der Evolution des Virus zu untersuchen. Analysiert worden ist auch, ob Veränderungen der Struktur des Spike-Proteins zur Stärkung von SARS-CoV-2 führten.

Dafür wurden zahlreiche computerbasierten Vorhersagevariablen der strukturellen Einschränkung angewendet und beurteilt, wie diese Einschränkung sich während der Evolution der Varianten von SARS-CoV-2 veränderten. SARS-CoV-2 hat mehrere ausgeprägte Phasen der Evolution durchlaufen. Eine erste Phase der neutralen Diversifizierung endete spät im Jahr 2020. Dabei begannen die Varianten mit mehreren Mutationen zu entstehen.

Spike-Protein bleibt entscheidend

Trotz des unerwartet reichen und detaillierten Datensatzes haben die Forscher des University of Glasgow Centre for Virus Research keine strukturellen Einschränkungen nachgewiesen, die sich grundlegend veränderten oder eine Rolle bei der Evolution von Proteinvarianten spielten. Obwohl sich SARS-CoV-2 während der Pandemie sehr rasch weiterentwickelte, gab es bei der Anzahl der strukturell lebensfähigen Mutationen keine grundlegenden Veränderungen.

Damit liegt nahe, dass das Auftreten von Varianten nicht auf der Lockerung der strukturellen Einschränkungen basiert, sondern auf neuen Kombinationen von Mutationen mit funktionellen genetischen Interaktionen. Die Gesamtentwicklung bleibt stark durch die Stabilität des Spike-Proteins beschränkt. Details sind in "Genome Biology and Evolution" publiziert.

(Ende)
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