pts20260320015 in Leben

Unerklärliche Gewalttaten nach Psychopillen?

USA untersucht – DGPPN macht den "Bock zum Gärtner"


München (pts015/20.03.2026/10:00)

Nach der aktuellen Berichterstattung im Deutschen Ärzteblatt zur Konferenz der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) zur Gewaltprävention kritisiert die Kommission für Verstöße der Psychiatrie gegen Menschenrechte Deutschland e.V. (KVPM), dass ein zentraler Aspekt der Debatte weiterhin konsequent ausgeblendet wird: der mögliche Einfluss von Psychopharmaka auf Gewalttaten.

Während international bereits Konsequenzen gezogen werden – etwa durch ein neues Gesetz im US-Bundesstaat Florida (SB-54, 2026), das die systematische Untersuchung möglicher Zusammenhänge zwischen Psychopharmaka und Gewalttaten vorsieht – fehlt eine vergleichbare Aufarbeitung in Deutschland bislang vollständig.

Dabei ist das Thema nicht neu: Die KVPM Deutschland e.V. greift diese Problematik bereits seit 2005 öffentlich auf. In einem Telefonat mit der KVPM erklärte der damalige stellvertretende Leiter des BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte), Dr. A. Thiele, dass europaweit deutliche Warnhinweise auf Beipackzetteln von Psychopharmaka eingeführt werden sollten. Wörtlich: "Durch eine Entscheidung der Europäischen Kommission wird die Meinung des CHMP (Ausschuss für Humanarzneimittel der EU) in den kommenden Monaten rechtlich bindend."

Die KVPM machte diese Warnungen öffentlich und forderte, daraus kriminalistische und gesetzliche Konsequenzen zu ziehen. Psychiater und Ärzte, die derartige Psychopharmaka mit gefährlichen Nebenwirkungen verschreiben, müssen für die Konsequenzen ihres Tuns rechenschaftspflichtig gehalten werden. Bei Ermittlungen zu Amokläufen und unerklärlichen, scheinbar motivlosen Gewaltverbrechen muss systematisch geprüft und untersucht werden, welche Rolle Psychopharmaka gespielt haben. Bereits 2012 wandte sich der Verein bundesweit an Polizeibehörden, Staatsanwälte und Richter, um die Einnahme von Psychopharmaka bei Gewalttätern systematisch zu erfassen; weitere Eingaben folgten.

In Florida sollen bei mutmaßlichen Gewalttätern Blutuntersuchungen gemacht werden, um zu prüfen, ob Psychopharmaka im Spiel waren; auch Behandlungsdaten sollen eingezogen werden.

In Deutschland hingegen setzt das psychiatrische Establishment andere Schwerpunkte: Die DGPPN – als führende Fachgesellschaft der Psychiatrie in Deutschland – diskutierte am 5. März 2026 in Berlin die "Prävention von Gewalttaten durch Menschen mit psychischen Erkrankungen" und präsentierte bekannte Schlagworte wie "frühe Hilfe", "Risikoeinschätzung" und "Versorgung" als zentrale Lösungen für Gewaltprävention.

Aus Sicht der KVPM Deutschland wird damit erneut der "Bock zum Gärtner" gemacht: Die DGPPN fordert mehr Einfluss, zusätzliche finanzielle Mittel und erweiterte Eingriffsmöglichkeiten – und damit mehr psychiatrische Behandlung als Lösung, ohne zugleich den möglichen Einfluss genau dieser Behandlungen auf Gewalttaten kritisch zu untersuchen.

Der Einsatz von Psychopharmaka hat weltweit massiv zugenommen. Studien zeigen, dass bereits mehrere hundert Millionen Menschen solche Präparate einnehmen, mit weiter steigender Tendenz – trotz 100 internationaler Warnhinweise, die auf gewalttätiges und selbstmörderisches Verhalten als mögliche Nebenwirkungen hinweisen.
Diese Warnungen kommen von Arzneimittelbehörden weltweit, darunter die FDA, EMA, MHRA, Medsafe, TGA und auch das BfArM.

Im November 2025 brachte die KVPM das Thema direkt vor die Fachöffentlichkeit: Parallel zum DGPPN-Jahreskongress in Berlin zeigte der Verein die Ausstellung "Psychiatrie: Tod statt Hilfe" und präsentierte erstmals die neue internationale Dokumentation "Rezept für Gewalt: Die tödlichen Nebenwirkungen der Psychiatrie" sechs Stunden lang auf einer großen LED-Wand direkt vor dem Haupteingang des Kongresses.

In dieser Dokumentation der Citizens Commission on Human Rights (CCHR) – der internationalen Schwesterorganisation der KVPM – wird der Zusammenhang zwischen dem zunehmenden Einsatz von Psychopharmaka und dem explosionsartigen Anstieg von Massenmorden, Schießereien und Selbstmorden aufgezeigt. Experten legen dar, inwiefern diese Mittel die eigentliche Ursache für viele schreckliche Gewalttaten sind.

Die Dokumentation zeigt dokumentierte Fälle und verweist auf offizielle Warnungen internationaler Arzneimittelbehörden, in denen psychiatrische Medikamente mit Nebenwirkungen wie Aggression, Feindseligkeit, Impulsdurchbrüchen, Psychosen sowie suizidalen und gewalttätigen Handlungsimpulsen ausdrücklich aufgeführt werden.

Die 110-minütige Dokumentation "Rezept für Gewalt: Die tödlichen Nebenwirkungen der Psychiatrie" macht deutlich: Es ist höchste Zeit, mögliche Zusammenhänge zwischen Psychopharmaka und schweren, oft motivlosen Gewalttaten offiziell zu untersuchen.

"Seit zwei Jahrzehnten sind die Warnungen vor gefährlichen Nebenwirkungen von Psychopharmaka eindeutig – doch statt Konsequenzen zu ziehen, werden sie konsequent ignoriert", erklärt Bernd Trepping (59), Präsident KVPM Deutschland e.V. "Die Dokumentation 'Rezept für Gewalt: Die tödlichen Nebenwirkungen der Psychiatrie' liefert hierzu eine eindringliche Bestandsaufnahme und zeigt auf, dass eine offizielle Untersuchung dieses Bereichs dringend erforderlich ist."

Kontakt:
KVPM Deutschland e.V.
Bernd Trepping
Tel.: 0178 613 74 67

(Ende)
Aussender: KVPM Deutschland e.V.
Ansprechpartner: Bernd Trepping
Tel.: +49 89 27 30 354
E-Mail: info@kvpm-deutschland.de
Website: www.kvpm.de
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