pte20260319002 in Forschung

Brennstoffzelle lässt Drohnen länger fliegen

Forschungszentrum SINTEF arbeitet an einer preiswerten Alternative für Hubschrauber-Inspektionen


Federico Zenith beim Einsetzen des Wasserstofftanks in eine Drohne (Foto: sintef.no)
Federico Zenith beim Einsetzen des Wasserstofftanks in eine Drohne (Foto: sintef.no)

Trondheim (pte002/19.03.2026/06:05)

Forscher des norwegischen Forschungszentrums SINTEF nutzen als Stromquelle für Drohnen eine mit Wasserstoff betriebene Brennstoffzelle. "Eine solche Drohne kann mehrere Stunden fliegen - vielleicht sogar länger als die üblichen Arbeitszeiten des Bedieners", sagt Mathematiker und Kybernetiker Federico Zenith.

Drohnen immer verfügbar

Wegen der geringen Reichweite batteriebetriebener Drohnen müssen viele Einsätze bisher aufwendig mit Hubschraubern geflogen werden. Diese sind weitaus teurer als Drohneneinsätze. Außerdem stehen sie oft nicht zur Verfügung. Vergleichsweise billige Drohnen lassen sich dagegen so stationieren, dass sie in anfälligen Gebieten schnell verfügbar sind.

Drohnen mit Brennstoffzellen beziehen ihren Wasserstoff aus kleinen Drucktanks, die gewichtssparend aus Kohlenstofffaser-Verbundwerkstoffen hergestellt werden. Die Kombination aus Brennstoffzelle und Wasserstofftank ist kaum schwerer als ein Batteriepack, vervielfacht allerdings die Reichweite. Ist der Tank leer, wird dieser blitzschnell gegen einen vollen ausgetauscht, vergleichbar mit einem Batteriewechsel.

Wetterfeste Brennstoffzelle

"Wir wollen batteriebetriebene Drohnen nicht ersetzen. Sie sind für viele Dinge praktisch und sowohl bei der Herstellung als auch im Betrieb weitaus billiger als Drohnen mit Brennstoffzellen. Unser Ziel ist es, die Aufgaben zu lösen, die heutige Drohnen nicht bewältigen können", verdeutlicht Zenith.

Der nächste Schritt bestehe darin, die Drohne allwetterfest zu machen. Die derzeit eingesetzte Brennstoffzelle funktioniere nur bei Trockenheit und Temperaturen oberhalb von Null Grad Celsius einwandfrei. "Das bedeutet, dass es nicht viele Tage gibt, an denen sie genutzt werden kann", schränkt Zenith abschließend ein.

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