pte20260313004 in Forschung

Robo-Radler flitzt, springt, tanzt und macht Salti

Innovative Entwicklung von RAI-Wissenschaftlern überwindet spielend Gelände mit Hindernissen


Radel-Robo: Diese Maschine schafft sogar einen Salto (Bild: rai-inst.com)
Radel-Robo: Diese Maschine schafft sogar einen Salto (Bild: rai-inst.com)

Cambridge/Zürich (pte004/13.03.2026/06:15)

Einen agilen zweirädrigen Roboter hat das Robotics and AI Institute (RAI) entwickelt. Das "Ultra Mobility Vehicle" (UMV) hüpft auf dem Hinterrad, springt auf einen Tisch, sprintet davon und bremst abrupt, um dann auf der Stelle zu balancieren - und er schafft sogar einen Salto. Der "Fahrer" ist ein Mikroprozessor.

Schnell und geländegängig

Der Roboter lässt sich zur Unterhaltung und für sportliche Zwecke nutzen, vor allem aber zur Erkundung und zum Transport in unwegsamem Gelände, etwa in Katastrophengebieten. UMV kann sich auf glatter Strecke allerdings auch wie ein Rennfahrer aufführen.

"Eine grundlegende Herausforderung ist es, Roboter zu bauen, die sich schnell bewegen und gleichzeitig geländegängig sind", so die Entwickler Ben Bokser und Surya Singh. Das Team hat sich von den akrobatischen Fähigkeiten menschlicher Radfahrer inspirieren lassen, etwa ihrer Fähigkeit, auf unterschiedlichem Terrain schnell zu fahren, über Hindernisse zu springen und vorübergehend auf einem einzigen Rad zu balancieren.

Daher machten sich die Tüftler daran, einen Roboter mit zwei Rädern und einem Rahmen zu entwickeln, der diese Bewegungen nachahmt. "Wir fragten uns: Was wäre, wenn wir ihm die Fähigkeit geben würden, seine Masse dynamisch immer wieder neu zu positionieren, so wie ein Fahrer seinen Körper während der Fahrt bewegt?", so Bokser. Das ahmten sie mit einem kompakten Gelenkmechanismus und einer lernbasierte Steuerung nach.

Agil wie schnelle Laufroboter

Das UMV ist einem Fahrrad sehr ähnlich. Angetrieben wird das Hinterrad. Dort, wo sich sonst der menschliche Fahrer befindet, sind die Stromversorgung und die Steuereinheit untergebracht. Diese kann ihre Position verändern, etwa mit einem Ruck das Vorderrad hochreißen, um auf dem Hinterrad zu rollen, im Stand zu balancieren oder zu hüpfen. Die Beweglichkeit des "Fahrers" verleiht dem UMV eine Agilität, die mit der von Laufrobotern vergleichbar ist, heißt es.

Während diese aber zwölf und mehr Freiheitsgrade brauchen, um sich geschickt zu bewegen, kommt der zweirädrige Roboter mit fünf aus. Entsprechend einfacher ist seine Konstruktion, was sich positiv auf die Fehleranfälligkeit auswirkt.

"Die Kombination aus Geschwindigkeit, geringem Platzbedarf und Sprungkraft des UMV ist ideal für die Zustellung von Waren in der Stadt, Bewegung in unwegsamem Gelände und für Inspektionen in Umgebungen, in denen breitere Fahrzeuge nicht navigieren können", meint Bokser abschließend.



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