Peptid P3 vergiftet Hirn und bewirkt Alzheimer
Bislang als harmlos eingestuftes Aminosäuren-Molekül schädigt das Denkorgan irreparabel
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Nervenzelle: Neue Ursache für Ablagerungen im Gehirn entdeckt (Bild: Gerd Altmann, pixabay.com) |
Santa Cruz/Los Angeles (pte002/04.03.2026/06:05)
Der in der Wissenschaft bisher oft übersehene "Cousin" des Peptids Amyloid-beta mit der Bezeichnung P3 hat laut Forschern der University of California Santa Cruz um Jevgenij Raskatov eine neurotoxische Wirkung und vergiftet das Gehirn - die Folge ist Alzheimer. Dem Experten nach bildet es besorgniserregende mikroskopische Klumpen und Fibrillen.
Forschung neu gedacht
"Das P3-Peptid ist höchstwahrscheinlich nicht der unschuldige Zuschauer, für den es gemeinhin gehalten wurde. Doch um endgültig Klarheit zu schaffen, muss noch mehr Forschung betrieben werden. Aber P3 könnte die bisherigen Bemühungen zur Bekämpfung von Alzheimer auf den Kopf stellen", urteilt Raskatov.
Bisher zielten die meisten der über 400 klinischen Studien zu Alzheimer-Medikamenten auf Amyloid-beta ab und scheiterten größtenteils. Oder sie brachten nur mäßige Ergebnisse und lösten gleichzeitig schwerwiegende Nebenwirkungen wie Blutungen und Schlaganfälle aus.
Frühere Studien gingen fälschlicherweise und ohne Überprüfung davon aus, dass dieses Peptid nicht toxisch, aber wasserlöslich ist und sich schließlich im Gehirn auflöst, ohne Schaden anzurichten.
P3 ist wohl gefährlicher
Als Peptidchemiker hat Raskatov beschlossen, diese Vermutung zu hinterfragen. Nach fünf Jahren intensiver Forschung hat er mit seinem Team jetzt nachgewiesen, dass P3 ebenso wie Amyloid-beta in der Lage ist, folgenschwere Ablagerungen im Gehirn zu bilden und diese sogar schneller produziert.
Laut Kollege David Teplow von der University of California Los Angeles muss sich die Alzheimer-Forschung jetzt neu orientieren. "Diese Neubewertung hat weitreichende Konsequenzen sowohl für die Grundlagenforschung als auch für die klinische Forschung zu den Ursachen und der Behandlung der Alzheimer-Krankheit", schließt Teplow.
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