System wappnet Drohnen gegen Cybercrime
Smarter Ansatz der University of Adelaide nutzt redundante Kommunikation und eine Firewall
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Landwirtschaftsdrohne: ein mögliches Gefahrenszenario (Foto: Herney Gómez, pixabay.com) |
Adelaide (pte004/02.03.2026/06:10)
Forscher der University of Adelaide schützen Drohnen mit einem raffinierteren System gegen Cyber-Bedrohungen. Das Anwendungspotenzial ist sehr breit gefächert: "Heutige Drohnen werden nicht nur in der Kriegsführung eingesetzt, sondern auch bei Katastrophen, Infrastrukturinspektionen, in Landwirtschaft, Umweltüberwachung, Logistik und sogar für medizinische Lieferungen eingesetzt", sagt Entwickler Javaan Chahl.
Mehrere Kommunikationswege
Drohnen sammeln große Datenmengen, verarbeiten diese an Bord und kommunizieren kontinuierlich mit Betreibern oder cloudbasierten Systemen. Das macht sie zwar leistungsstark und vielseitig, aber auch anfällig. Um dieses Problem zu lösen, hat das Team eine neue integrierte Sicherheitsarchitektur entwickelt, die auf Software-Defined Wide Area Networking basiert und als intelligenter Verkehrsleiter für Internetverbindungen fungiert.
"Anstatt sich auf eine einzige Verbindung zu verlassen, kann die Drohne der Zukunft mehrere Kommunikationswege nutzen, beispielsweise Mobilfunknetze, WLAN oder andere Funkverbindungen, und automatisch zwischen ihnen wechseln, wenn eins davon ausfällt oder angegriffen wird", beschreibt Chahl den Ausgangspunkt seiner Überlegungen für das neue Abwehrsystem.
Fortschrittliches Sicherheitstor
Das System enthält auch eine Firewall der nächsten Generation, die wie ein fortschrittliches Sicherheitstor funktioniert. Sie überwacht eingehende und ausgehende Daten in Echtzeit, blockiert verdächtige Aktivitäten und stellt sicher, dass nur autorisierte Kommunikationen zugelassen werden. Das gelingt unter anderem durch Einbindung von Malware-Sandboxing. Diese Technologie wird normalerweise in großen Unternehmensnetzwerken eingesetzt und scannt verdächtige Dateien.
Die Forscher haben die Software erfolgreich auf einer Drohnenplattform demonstriert, wobei sie reale Bordcomputer-Hardware mit cloudbasierten Steuerungssystemen verwenden. "Unser Ziel ist einfach: Da Drohnen Teil des Alltags werden, müssen wir sicherstellen, dass sie nicht nur intelligent und autonom sind, sondern auch sicher, widerstandsfähig und vertrauenswürdig", so Chahls Doktorand Tom Scully.
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