Tomatenzucht ist auf Mond und Mars möglich
Forscher der Texas A&M University erzeugen aus Regolith und Fäkalien einen fruchtbaren Boden
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Astronaut: In dieser unwirtlichen Gegend soll Gemüse wachsen (Foto: WikiImages, pixabay.com) |
College Station (pte005/27.02.2026/06:10)
Tomaten, Gurken, Salat, Kohl und Kräuter lassen sich, wenn Mond und Mars einmal besiedelt werden, vor Ort in gute isolierten Gewächshäusern natürlich anbauen - zumindest wenn es nach Harrison Coker von der Texas A&M University geht. Die Erde, in denen die Pflanzen wachsen sollen, soll vor Ort produziert werden. Basismaterial ist Regolith, auch Mondstaub genannt, der ungeachtet seines Namens auch auf dem Mars zu finden ist.
Simulaton von Regolith
Im Normalzustand ist Regolith absolut ungeeignet, Pflanzenerde zu substituieren. Doch Coker hat einen Weg gefunden, aus dem toten Material lebendige Erde herzustellen, in der Pflanzenzucht möglich ist. "In Außenposten auf dem Mond und dem Mars werden organische Abfälle der Schlüssel zur Schaffung gesunder, produktiver Böden sein", so Coker.
Der Wissenschaftler hat verwittertes irdisches Gestein, das dem Regolith ähnelt, mit organischen Abfällen, wie menschliche Fäkalien fein umschrieben werden, vermischt und festgestellt, "dass viele wichtige Pflanzennährstoffe aus Oberflächenmineralien gewonnen werden können".
Bioregeneratives Überleben
Ein Team am Kennedy Space Center der US-Raumfahrtbehörde NASA, dem Coker angehört, leitet die Entwicklung von bioregenerativen Lebenserhaltungssystemen (BLiSS). Diese Systeme bestehen aus Bioreaktoren und Filtern, die Fäkalien - in diesem Fall eine künstliche Version - in eine nährstoffreiche Lösung umwandeln. Die Forscher vermischten BLiSS-Abwasser mit simuliertem Mars- oder Mondregolith und stellten die beiden verschiedenen Lösungen für 24 Stunden in einen Schüttler.
Das so hergestellte Material enthielt große Mengen an essenziellen Pflanzennährstoffen wie Schwefel, Kalzium, Magnesium und anderen Metallen. Außerdem haben die Wissenschaftler festgestellt, dass sich die scharfen Kanten des Regolith geglättet hatten, sodass sie keine Gefahr für die Wurzeln darstellen würden. Damit haben sie den Weg für eine Landwirtschaft auf Mond und Mars geebnet.
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