pte20260225021 in Forschung

Betrügerische Online-Werbung flutet Österreich

Jeder Zweite bereits mit dubiosen Anzeigen konfrontiert - Social-Media-Nutzer besonders betroffen


Vorsicht beim Online-Shopping: Betrügerische Anzeigen sind Alltag (Bild: guetezeichen.at)
Vorsicht beim Online-Shopping: Betrügerische Anzeigen sind Alltag (Bild: guetezeichen.at)

Wien (pte021/25.02.2026/13:55)

Mehr als jeder zweite der 1.015 befragten Online-Shopper in Österreich glaubt bereits betrügerische Online-Werbung gesehen zu haben. Zu dem Schluss kommt eine neue Erhebung des Österreichischen E-Commerce-Gütezeichens. Ebenso brisant: Ein weiteres Fünftel kann laut eigenen Angaben nicht einschätzen, schon einmal so etwas gesehen zu haben oder nicht.

Facebook, Instagram, TikTok

Das Social Web scheint voll mit betrügerischer Werbung. 54,7 Prozent der Befragten, die bereits unseriöse Online-Werbung gesehen haben, berichten von Anzeigen auf Plattformen wie Facebook, Instagram oder TikTok. Dubiose Anzeigen wurden auch auf Banner- oder Pop-up-Werbung auf Websites (32,1 Prozent) sowie in E-Mails (27,4 Prozent) gesichtet.

Irreführende Anzeigen werden aber auch in spezielleren Formaten wahrgenommen - wie in mobilen Spielen (23,5 Prozent) oder Werbeunterbrechungen in Internetvideos auf YouTube (21,9 Prozent). Auch Suchmaschinen sind zentral: Mehr als ein Fünftel (21,3 Prozent) der Befragten gibt an, dort bereits auf täuschende Werbeangebote gestoßen zu sein.

Besonders emotionale Texte

Laut Österreichischem Institut für angewandte Telekommunikation und der Watchlist Internet verdeutlichen die Ergebnisse der Erhebung das Ausmaß des Problems. Analysiert wurden Werbeanzeigen von Online-Shops auf Facebook und Instagram, in denen sich Anbieter als heimische Familienbetriebe ausgeben. Mit emotionalen Texten werben sie dabei für vermeintlich besonders günstige Angebote.

Eine weitere Untersuchung der Watchlist Internet von 100 auf der Warnplattform gelisteten Anbietern mit dubiosen Geschäftsmodellen zeigt vielfach irreführende Zahlungsangaben, die Menschen gezielt in Abofallen locken sollen. 27.775 problematische Anzeigen wurden gezählt, über ein Drittel davon sind über Google geschaltet worden.

(Ende)
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