pte20260223001 in Leben

Neuer Impfstoff schützt vor allen Infektionen

Innovatives Nasenspray des Stanford University Medical Center ersetzt die Impfung mit der Nadel


Nasenspray-Nutzerin: So wird in Zukunft geimpft (Foto: Thorsten Frenzel, pixabay.com)
Nasenspray-Nutzerin: So wird in Zukunft geimpft (Foto: Thorsten Frenzel, pixabay.com)

Stanford (pte001/23.02.2026/06:00)

Impfen ist künftig ohne den kleinen Piekser möglich, den viele Menschen fürchten, obwohl er kaum spürbar ist - zumindest wenn es nach Forschern des Stanford University Medical Center geht. Das Vaccin wird einfach in die Nase gesprüht. Die komfortable Verabreichung ist nicht die einzige Innovation. Der Impfstoff ist besonders, denn er schützt vor einer Vielzahl von Atemwegsviren, Bakterien und sogar Allergenen und bietet mehrere Monate lang einen umfassenden Schutz für die Lunge. Statt vieler Impfungen für jede Infektionsart genügt künftig eine einzige.

Schutz bei Mäusen bewiesen

Bisher gelingt das nur bei Mäusen. In einem Versuch, dessen Ergebnisse in "Science" veröffentlicht sind, zeigen die Forscher, dass damit geimpfte Mäuse gegen Coronaviren, die häufig in Krankenhäusern auftretenden Infektionen mit Staphylococcus aureus und Acinetobacter baumannii sowie Hausstaubmilben, die vielfach Allergien auslösen, geschützt sind.

Der neue Impfstoff unterscheidet sich von allen heute verwendeten Vaccinen, wie ein Gel, das in die Nase gesprüht wird und dort ankommende Viren und Bakterien einfängt und so lange festhält, bis sie abgestorben sind und keine Gefahr mehr ausstrahlen, wie pressetext berichtete. Heutige Impfstoff ahmen einen charakteristischen Bestandteil des Erregers nach, etwa Spike-Proteine, die Coronaviren bedecken, um dem Immunsystem zu helfen, den Erreger zu erkennen.

Utopisch erscheinende Idee

Diese antigenspezifischen Impfstoffe versagen jedoch, wenn ein Erreger mutiert oder wenn neue Erreger auftreten. Aus diesem Grund gibt es jedes Jahr eine neue Corona-Auffrischungsimpfung und ein Grippe-Vaccin. "Ein wirklich universeller Impfstoff, der gegen verschiedene Krankheitserreger wirkt, schien eine utopische Idee zu sein", sagt Bali Pulendran, der den neuen Impfstoff mit Haibo Zhang entwickelt hat, der bei ihm promoviert hat. "Doch wir glaubten, dass es realisierbar ist."

Der neue Impfstoff versucht nicht, einen Teil des Krankheitserregers nachzuahmen, sondern ahmt die Signale nach, mit denen Immunzellen während einer Infektion miteinander kommunizieren und sich so koordinieren, um den Eindringling zu bekämpfen. Der innovative Wirkstoff verstärkt diese Signale und spornt das körpereigene Immunsystem so zu Höchstleistungen an. Da es auf sämtliche Fremdkörper reagiert, wirkt der Impfstoff ebenfalls universal, heißt es abschließend.

(Ende)
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