Tröstende Worte von KI kommen oft besser an
Wunschpartner in Krisen schneiden in umfangreicher wissenschaftlicher Testreihe schlechter ab
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Trost spenden: KI findet einfühlsamere Worte als der Mensch (Bild: Mohamed Hassan, pixabay.com) |
University Park/Toronto (pte002/20.02.2026/06:05)
Menschen bevorzugen zwar Mitgefühl, das von anderen Menschen kommt, aber die Empathie, die Künstliche Intelligenz (KI) mitteilt, empfinden sie als wirksamer. Das haben Forscher der Pennsylvania State University (PennState) und der University of Toronto herausgefunden. Mithilfe einer Studie wollten sie genauer verstehen, wie Menschen empathisch wirkende KI-Antworten wahrnehmen und ob sie lieber Unterstützung von Menschen oder von KI-Agenten erhalten möchten.
Menschen versus ChatGPT
Den Ergebnissen der in "Communications Psychology" veröffentlichten Studie nach erhalten Menschen lieber Empathie von anderen Menschen, wenn sie die Wahl haben, KI-Antworten werden jedoch als unterstützender bewertet. PennState-Psychologe Joshua D. Wenger stützt seine Einschätzung auf vier Studien. Dabei präsentierten die Forscher den Teilnehmern verschiedene herausfordernde Szenarien aus dem realen Leben und baten sie, sich in jede Situation hineinzuversetzen.
Zu jeder Situation fragten die Forscher die Teilnehmer, ob sie lieber Unterstützung von einem Menschen oder von einem KI-Agenten erhalten würden. Basierend auf ihren Antworten präsentierten sie ihnen dann empathische Antworten, die entweder von Menschen geschrieben oder von ChatGPT generiert wurden. "Wir haben den Teilnehmern Empathie-Antworten präsentiert, die von der von ihnen gewählten Quelle erstellt wurden, und sie dann gebeten zu bewerten, wie sie sich durch diese Antworten fühlten", so Wenger.
Trost in imaginären Krisen
Bei der Analyse der Bewertungen der Teilnehmer haben die Forscher festgestellt, dass die Probanden durchweg lieber Empathie von einem Mitmenschen als von einem KI-Agenten erfuhren. Das galt für alle durchgeführten Experimente - unabhängig davon, ob den Teilnehmern imaginäre Szenarien präsentiert wurden oder sie gebeten wurden, ihre eigenen Erfahrungen zu schildern.
Die Teilnehmer wussten allerdings nicht, ob die jeweils tröstenden Worte von Menschen verfasst worden waren oder ob KI sie generiert hatten. Es zeigte sich, dass selbst jene, die sich Anteilnahme von Menschen gewünscht hatten, mehr Trost in den KI-generierten Worten fanden als in denen, die ihr menschlicher Wunschpartner verfasst hatte. Das galt sogar für Texte, die von Menschen verfasst worden waren, die von Berufs wegen Trost spenden müssen.
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