US-Bürger wollen Meta und Co verurteilt sehen
Social-Media-Suchtkrise empört die Öffentlichkeit - Unternehmen sollen gezielt manipuliert haben
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Scrollender Teen: Social-Media-Sucht soll bekämpft werden (Foto: pixabay.com) |
New York/Los Angeles (pte004/19.02.2026/06:15)
Laut einer Umfrage der "New York Post" wollen 86 Prozent der US-Amerikaner Meta und Google für ihre Rolle in der Social-Media-Suchtkrise zur Verantwortung gezogen sehen. Danach lösen die algorithmengesteuerten Maßnahmen der Betreiber zur Maximierung der Interaktionen mit Social Media bei Kindern und Jugendlichen Angstzustände, Essstörungen und Depressionen aus.
Sucht zur Gewinnmaximierung
Manchmal sollen soziale Medien sogar zum Suizid geführt haben, wie pressetext berichtete. Gleichzeitig geben 67 Prozent der nur 1.000 Befragten an, dass sie eher für Politiker stimmen würden, die Gesetze unterstützen, die "gefährliche Social-Media-Funktionen wie unendliches Scrollen, fast ständige Benachrichtigungen und räuberische Algorithmen" bekämpfen.
Unter anderem soll Meta-CEO Mark Zuckerberg in dem wegweisenden Prozess in Los Angeles aussagen, in dem Facebook, Instagram und Googles YouTube vorgeworfen wird, die Social-Media-Sucht zu schüren, um Gewinne zu maximieren. Der Prozess begann am 9. Februar und dauert an. Das Verfahren gilt als Wegweiser, der darüber entscheiden könnte, wie ähnliche Prozesse im ganzen Land in den kommenden Jahren entschieden werden.
Einschreiten des Kongresses
"Dieser Prozess hat bereits bewiesen, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen den gefährlichen Produkt-Designs der großen Tech-Riesen und den realen Schäden gibt, und es sollte keine Überraschung sein, dass die Wähler wütend sind und vom Kongress Maßnahmen verlangen", so Sacha Haworth, Geschäftsführerin des Tech Oversight Project, eine Non-Profit-Organisation, die den Prozess ins Rollen brachte.
Der "Kids Online Safety Act" könnte die Lösung sein. Dabei handelt es sich um einen seit Langem verzögerten parteiübergreifenden Gesetzentwurf, der die Sicherheitsanforderungen für Social-Media-Apps verschärfen soll. Die Senatsversion des Gesetzentwurfs würde Unternehmen eine gesetzliche "Sorgfaltspflicht" auferlegen, um die Sicherheit ihrer Produkte zu gewährleisten.
Die Befragten der aktuellen Umfrage sind sich indes einig darüber, dass Social-Media-Giganten zur Rechenschaft gezogen werden sollten. Im Prozess sollen interne Dokumente vorgelegt worden sein, aus denen hervorgeht, dass "Unternehmen Forschungsergebnisse verschwiegen haben, die schädliche Auswirkungen ihrer Produkte belegen".
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