pte20260217016 in Forschung

Roboter sollen Feuerwehrleute künftig ersetzen

Cyborg Dynamics Engineering und Griffith University: Autonomer Einsatz bei Bränden schützt Leben


Fahrgestell des Feuerlöschroboters im Gelände: System vielseitig einsetzbar (Foto: griffith.edu.au)
Fahrgestell des Feuerlöschroboters im Gelände: System vielseitig einsetzbar (Foto: griffith.edu.au)

Bisbane/Nathan (pte016/17.02.2026/12:00)

Ingenieure von Cyborg Dynamics Engineering und der Griffith University haben mobile unbemannte Feuerlöschroboter auf Basis Künstlicher Intelligenz (KI) entwickelt, die autonom gegen Brände vorgehen. Dabei koordinieren sie ihren Einsatz so, dass sie möglichst effektiv zusammenarbeiten. In Australien haben sie jetzt einen ersten Test erfolgreich bestanden und gezeigt, dass sie Hindernisse umgehen und gemeinsam Brände löschen können, ohne menschliche Einsatzkräfte in Gefahr zu bringen.

Ideale Roboter-Kooperation

Im Einsatz war ein reales Feuerlöschfahrzeug, das mit bis zu vier virtuellen Robotern interagierte und Brände löschte. In dem Test bewegte sich das reale Fahrzeug selbstständig um Hindernisse herum und koordinierte sich mit seinen simulierten Gegenstücken, um mehrere simulierte Brände zu finden und zu löschen. Das System erreichte eine Erfolgsquote von 99,67 Prozent bei der Navigation und der Löschung von zwei Großfeuern.

"Wir haben gezeigt, dass mehrere reale und simulierte Roboter, die KI-gestützt trainiert worden sind, sowohl einfache Navigationsaufgaben als auch komplexe Kooperationsaufgaben lösen können", sagt Zhe Hou, Dozent für Informations- und Kommunikationstechnik an der Hochschule. "Das bestätigt das operative Potenzial unseres Ansatzes für praktische Fallstudien wie autonome Navigation und Brandbekämpfung."

Fahrgestell für viele Aufgaben

Die Roboter werden fernbedient auf die Reise zum jeweiligen Brandherd geschickt. Dort angekommen, organisieren sie sich selbst und teilen die Aufgaben unter sich auf, um separate Brandherde zu bekämpfen. Das reduziert die kognitive Belastung der menschlichen Bediener und erhöht die Sicherheit in Hochrisikosituationen.

"Durch die Verarbeitung von Daten aus einer Vielzahl von Sensoren an Bord können diese Systeme schnell Entscheidungen treffen, was aufgrund der sehr begrenzten Situationswahrnehmung eines Menschen, der auf einen Bildschirm schaut, einfach nicht möglich ist", so Ryan Marple, General Manager von Cyborg Dynamics Engineering. Das Fahrgestell nutzt das Unternehmen für unterschiedliche Aufgaben - auch für den autonomen Transport von Gütern in Risikogebieten und als autonomes Waffensystem.

(Ende)
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