Kinobesucherzahlen 2025 weiter zurückgegangen
Europäische Audiovisuelle Informationsstelle stellt Minus um 5,5 Prozent auf 796 Mio. Karten fest
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Leerer Kinosaal: Europaweit gehen die Besucherzahlen zurück (Foto: pixabay.com, arodsje) |
Straßburg (pte021/13.02.2026/12:30)
Die Europäische Audiovisuelle Informationsstelle sieht einen sich fortsetzenden Abschwung bei den Kinobesuchen in ganz Europa für das Jahr 2025. Den aktuellen Zahlen zufolge sind die Besucherzahlen nach einem Minus von 1,7 Prozent 2024 nun erneut um 5,5 Prozent von 843 Mio. auf 796 Mio. zurückgegangen.
Höhere Ticketpreise
Der Trend schlägt sich in den wirtschaftlichen Kennzahlen kaum durch. Die Bruttoeinnahmen an den Kinokassen in Europa erreichten 2025 geschätzt 6,36 Mrd. Euro, also lediglich minus 0,6 Prozent gegenüber 6,4 Mrd. Euro im Jahr 2024. Wie im Vorjahr haben viele Betreiber den Besucherrückgang größtenteils durch höhere durchschnittliche Eintrittspreise ausgeglichen. Die Karten stiegen von 7,60 Euro auf rund 8,10 Euro, was ein Plus von 6,6 Prozent bedeutet.
Der Informationsstelle nach verzeichneten etwa zwei Drittel der europäischen Länder 2025 weniger Kinobesuche, wobei dieser Schwund sehr unterschiedlich ausgeprägt war. 72 Prozent des gesamten Rückgangs der Besucherzahlen zwischen 2024 und 2025 entfielen auf drei Länder: Frankreich (minus 24 Mio. Zuschauer, was 47 Prozent des gesamten Rückgangs in Europa entspricht), Spanien (minus acht Mio.) und Türkei (minus fünf Mio.).
Fehlende Blockbuster
Zuwächse in anderen Märkten, angeführt von Deutschland (plus 1,8 Mio.), Polen (plus 1,3 Mio.) und Österreich (plus 0,9 Mio.), reichten nicht aus, um den Abschwung auszugleichen. Trotz dieser Entwicklungen blieb Frankreich das Land mit den meisten Kinobesuchen (156 Mio.), gefolgt vom Vereinigten Königreich (123 Mio.) und Deutschland (91 Mio.), heißt es.
Der anhaltende Rückgang der Kinobesucherzahlen in Europa führen die Branchenkenner auf ein vergleichsweise schwieriges Jahr für US-Filme und das Fehlen europaweiter Blockbuster zurück. "Die vorläufigen Daten deuten jedoch darauf hin, dass Hollywood-Produktionen trotz ihres schlechten Abschneidens ihren Spitzenplatz an den europäischen Kinokassen behalten", schreiben die Studienautoren der Europäischen Audiovisuellen Informationsstelle.
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