pte20260213004 in Leben

Zu viel Bildschirmzeit schadet Kindern massiv

Studie der University of California San Francisco warnt vor Folgen für die psychische Gesundheit


Handy: Kinder zeigen öfter ein Suchtverhalten (Foto: pixabay.com/Graphic And Web Designer Freelance)
Handy: Kinder zeigen öfter ein Suchtverhalten (Foto: pixabay.com/Graphic And Web Designer Freelance)

San Francisco (pte004/13.02.2026/06:15)

Eine problematische Nutzung von Handys, sozialen Medien und Videospielen steht bei psychischen Problemen, Schlafstörungen und suizidalem Verhalten ein Jahr später in Zusammenhang. Das zeigt eine Studie unter der Leitung von Jason M. Nagata von der University of California San Francisco zum Verhalten von Elf- und Zwölfjährigen in den USA. Demnach sind die Zusammenhänge zwischen problematischer Bildschirmnutzung und psychischer Gesundheit stärker als bisher gedacht.

Verhalten wird zur Sucht

Die Bildschirmnutzung nimmt während des frühen Jugendalters rasch zu. In dem Zeitraum treten psychische Probleme, Schlafstörungen und Drogenkonsum erstmals auf. Laut Schätzungen haben in den USA 49,5 Prozent der Heranwachsenden bereits an einer psychischen Erkrankung gelitten.

Eine problematische Bildschirmnutzung liegt den Experten nach vor, wenn die Kinder ihre online verbrachte Zeit auch dann nicht kontrollieren können, wenn sie es versuchen. Dazu kommen dann Stress, Konflikte sowie Probleme in der Schule oder zu Hause. Es kann, wie bei anderen Suchterkrankungen, zu einem Entzug und Rückfällen kommen, heißt es.

Eindeutiger Zusammenhang

Die Forscher haben die Daten der mehr als 8.000 Teilnehmer der "Adolescent Brain Cognitive Development Study" analysiert. Es handelt sich dabei um die größte Langzeitstudie zur Entwicklung des Gehirns beginnend mit elf und zwölf Jahren. Diese Studie hat die Heranwachsenden jeweils ein Jahr lang begleitet.

Eine problematische Nutzung von Handys und sozialen Medien steht später mit höheren Werten bei Depressionen, somatischen Problemen, ADHS, Störungen mit oppositionellem Trotzverhalten und Verhaltensproblemen in Zusammenhang. Dazu kommen auch ein suizidales Verhalten, Schlafstörungen und der Beginn des Konsums von Drogen.

Eine problematische Nutzung von Videospielen steht mit höheren Werten bei Depressionen, ADHS, oppositionellem Trotzverhalten, suizidalem Verhalten und Schlafstörungen in Zusammenhang. Nagata betont, dass nicht jede Bildschirmzeit schädlich ist. Das tatsächliche Risiko bestehe dann, wenn der Konsum Suchtcharakter annehme oder problematisch werde. Die Forschungsergebnisse sind im "American Journal of Preventive Medicine" veröffentlicht.

(Ende)
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