pts20260210008 in Leben

Kappadokien kocht sich in den Michelin-Olymp

"Fine Dining" nach traditionellen Rezepten wächst an Beliebtheit


Ürgüp (pts008/10.02.2026/08:55)

Erst vor wenigen Jahren hat der bekannte Hotel- und Restaurantführer "Guide MICHELIN" Istanbul in seine Sternenwelt aufgenomen, danach folgten İzmir und Muğla. 2025 stand Kappadokien im Mittelpunkt – für die Türkei ein bedeutender Schritt, denn das reiche und vielfältige kulinarische Erbe des Landes kann in jeder Hinsicht international mithalten.

Kappadokien ist weltberühmt für seine Feenkamine, die alten Höhlenwohnungen und legendären Heißluftballonfahrten. Jetzt kommt auch die kappadokische Küche hinzu. 18 ausgewählte Restaurants der Region wurden im Vorjahr in den Guide MICHELIN aufgenommen. Mit den ausgezeichneten Restaurants und ihrem starken Fokus auf regionale Zutaten und Nachhaltigkeit, und mit Küchenchefs, die uralte Kochrezepte Anatoliens zeitgemäß interpretieren, hat sich die Region zu einem kulinarischen Hotspot entwickelt.

Kulinarisches Erbe mit hohem Anspruch

Kappadokien bietet neben seiner aufregenden Landschaft unvergessliche Gaumenerlebnisse und ist damit in letzter Zeit ein unverwechselbares Reiseziel für Feinschmecker und Liebhaber exotischer Kochkünste geworden. Die lokalen Gerichte werden nach alten Rezepten, über offenem Feuer, mit Bio-Produkten aus dem vulkanischen Boden und aromatischen Trauben und Rosinen aus den umliegenden Weinbergen zubereitet. Die Auswahl des Guide MICHELIN unterstreicht das große gastronomische Potenzial der Region.

Die Anerkennung geht jedoch weit über die Michelin-Sterne hinaus. Kappadokien bietet eine große Auswahl an weiteren Empfehlungen, darunter ländliche Frauenkooperativen, Familien- und Agrarbetriebe, die ihrer Tradition treu geblieben sind, doch nun auch für Besucher und Gäste aufkochen. Gemeinsam schaffen sie das, was man eine kulinarische Entdeckungsreise nennt, die authentische Aromen der Region offenbaren. Jedes Restaurant, egal ob Gourmet-Tempel oder Landgasthaus, erzählt seine Geschichte, jedes Gericht seine Herkunft.

Frische Aromen aus dem Ofen

Fein gesüßte Eintöpfe mit Aprikosen oder hausgemachte Erişte (eine Art Pasta) mit Kürbiskernen sind ein wunderbares "Farm-to-Table"-Erlebnis und zaubern den typischen Geschmack Kappadokiens direkt auf den Teller. Oder der duftende Testi Kebabı (Tontopf-Kebab): Er wird traditionell in Tontöpfen aus der Stadt Avanos zubereitet und langsam in einem Tandır-Ofen gegart. Bei diesem Fest für die Sinne wird der Tontopf vor den Augen der Gäste auf spektakuläre Weise geöffnet, wodurch das dampfende Gericht gleich serviert werden kann.

Kayısı Yahnisi ist eine Mischung aus getrockneten Aprikosen und Lammfleisch, die über dem Holzofen geschmort werden. Lecker schmecken auch die gefüllten Quitten mit Hackfleisch, Nüssen und Gewürzen. Und natürlich Ağpakla, ein Eintopf aus weißen Bohnen und zartem Fleisch. Jedes Festmahl lässt sich mit einer Auswahl außergewöhnlicher Desserts abrunden, von Incir Yağlaması (in Butter gekochte Feigen) und Kürbisdessert bis hin zu Dolaz (einer Art Halva mit Butter) und Damat Baklava nach Ürgüp-Art.

Höhepunkt sind typische regionale Käsespezialitäten wie Niğde Mavisi und der in Höhlen gereifte Divle Obruk. Sie harmonieren perfekt mit den regionalen Weinen, die hier seit über zweitausend Jahren kultiviert werden. Kappadokien ist berühmt für seine in Westeuropa noch unbekannten Rebsorten wie Boğazkere, Narince und dem für die Region typischen Emir, der für seinen frischen, mineralischen Charakter bekannt ist. Das Wissen um die türkische Weinkultur kann übrigens durch Führungen und Verkostungen in lokalen Weingütern vertieft werden.

Fotolinks zum Download:
https://docs.tga.gov.tr/3fyvua2g
https://docs.tga.gov.tr/mj7ne7qw

(Ende)
Aussender: Temmel, Seywald & Partner
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