Letten schreiben Öffentlich-Rechtliche nicht ab
Laut Rat für öffentliche elektronische Medien liegen diese noch weit vor den sozialen Medien
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Lettische Flagge: Öffentlich-Rechtliche sind angesehen (Foto: Jerono, pixabay.com) |
Riga (pte002/10.02.2026/06:05)
Während in vielen Ländern die Bedeutung der öffentlich-rechtlichen Medien stark zurückgeht, halten viele Letten ihnen noch die Treue, wenn auch weniger als die Hälfte. Allerdings nimmt auch dort die Kritik zu. Die Einschätzung beruht auf einer Befragung von 3.330 Bürgern des Landes, die der Rat für öffentliche elektronische Medien, die zuständige Regulierungs- und Aufsichtsbehörde, in Auftrag gegeben hat.
Nachholbedarf in Wirtschaftsfragen
Im Vergleich zur Umfrage des Vorjahres sind die Bürger, die Lettlands öffentliche Medien konsumieren - und somit die von diesen erstellten Inhalte zu bewerten - kritischer geworden, was die Fähigkeit der öffentlichen Medien angeht, neues und nützliches Wissen über die Wirtschaft zu vermitteln: Während in den Jahren 2023 bis 2025 rund 48 Prozent dies positiv bewerteten, sind es in diesem Jahr nur noch 43 Prozent.
Der Anteil der positiven Zuschauerbewertungen ist beim lettischen Fernsehen (von 48 Prozent auf 42 Prozent) und beim lettischen Radio (von 48 Prozent auf 41 Prozent) am stärksten zurückgegangen. Die Aktivitäten des Online-Informationsportals "LSM.LV" schnitten dagegen genauso ab wie im Vorjahr: 46 Prozent der LSM-Nutzer äußerten sich sowohl in diesem als auch im letzten Jahr positiv.
Nur eine Minderheit vermisst Qualität
Für die Bürger, die kaum öffentliche Medien nutzen, ist einer der Hauptgründe dafür der Mangel an Inhalten zu Themen, die sie interessieren. Am häufigsten gaben diese Befragten an, alternative Medien zu nutzen, die nicht von professionellen Medien erstellt werden, wie Chatrooms, Direktnachrichtendienste, Blogs und Websites verschiedener Organisationen und Einzelpersonen, die den Befragten nach ihrer Meinung Infos bieten, die anderswo nicht verfügbar sind.
Andererseits bleibt die Bewertung der Qualität der Inhalte öffentlich-rechtlicher Medien durch die Öffentlichkeit hoch: Die Hälfte der Befragten (51 Prozent) stimmt voll und ganz oder teilweise zu, dass diese Inhalte von hoher Qualität sind. 20 Prozent sind gegenteiliger Meinung, der Rest äußert sich neutral.
Dagegen vertrauen nur 31 Prozent der Befragten Texten, die von Chatbots mit Künstlicher Intelligenz generiert werden, obwohl 53 Prozent der lettischen Bürger diese Tools mindestens einmal pro Woche selbst nutzen, um sich zu informieren oder Fakten zu klären. Am wenigsten vertrauen die Einwohner Infos und Meinungen, die in sozialen Netzwerken veröffentlicht werden. Nur 17 Prozent halten sie für zuverlässig.
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