pts20260209009 in Business

Wenn Systemarchitektur den Datenzugriff bestimmt

Warum integrierte IT-Landschaften im Störungsfall neue Risiken erzeugen


Integrierte Speicherlösungen: Datenzugriff häufig ans Originalsystem gebunden (© DATA REVERSE)
Integrierte Speicherlösungen: Datenzugriff häufig ans Originalsystem gebunden (© DATA REVERSE)

Leipzig (pts009/09.02.2026/09:40)

Moderne IT-Infrastrukturen gelten als effizient, stabil und hochverfügbar. In der betrieblichen Praxis zeigt sich jedoch zunehmend, dass genau diese Eigenschaften im Störungsfall neue Abhängigkeiten schaffen können. Je stärker Systeme integriert, automatisiert und abstrahiert sind, desto größer wird das Risiko, dass der Zugriff auf Daten an einzelne Komponenten gebunden ist.

Die Data Reverse Datenrettung analysiert regelmäßig Schadensszenarien, bei denen Daten zwar vorhanden sind, jedoch nicht mehr zugänglich gemacht werden können. Ursache ist dabei häufig nicht ein fehlendes Backup, sondern die zugrunde liegende Systemarchitektur.

Integrierte Systeme bündeln Komfort und Abhängigkeit

Zentrale Storage-Lösungen, softwaredefinierte Infrastrukturen und herstellerspezifische Plattformen vereinfachen den laufenden Betrieb und reduzieren administrativen Aufwand. Gleichzeitig werden Daten, Logik und Zugriff zunehmend in geschlossenen Systemen zusammengeführt. Kommt es zu einem Ausfall einzelner Komponenten, kann dies den Zugriff auf geschäftskritische Informationen vollständig blockieren.

Besonders in komplexen Server- und RAID-Umgebungen zeigt sich, wie eng Daten an Controller, Firmware-Versionen und systemspezifische Logiken gekoppelt sind. Ohne funktionsfähige Originalumgebung lassen sich Datenstrukturen häufig nicht mehr interpretieren.

"Viele IT-Umgebungen sind auf maximale Effizienz im Normalbetrieb ausgelegt", heißt es aus der technischen Analyse von Data Reverse. "Im Ernstfall wird jedoch deutlich, wie stark der Datenzugriff von einzelnen Architekturentscheidungen abhängt."

Eingeschränkte Transparenz erschwert Wiederherstellungsprozesse

In der täglichen Praxis stößt Data Reverse vermehrt auf Speicherlösungen mit stark eingeschränkter Transparenz. Bei diesen sogenannten Black-Box-Systemen können Datenstrukturen und Metadaten ausschließlich durch das jeweilige Ursprungssystem interpretiert werden.

Zu den typischen Risikofaktoren zählen unter anderem:

  • proprietäre Speicher- und RAID-Strukturen
  • hardwaregebundene Verschlüsselungsverfahren
  • fehlende Dokumentation interner Datenlogiken
  • enge Verknüpfung von Storage, Virtualisierung und Zugriffsebene

Insbesondere NAS-Systeme mit herstellerspezifischer Architektur vereinen einfache Bedienung mit hoher Abhängigkeit von der Originalplattform.

Vendor Lock-in entsteht bereits im Systemdesign

Was im laufenden Betrieb als komfortabel wahrgenommen wird, entwickelt sich im Schadensfall häufig zu einem technischen Vendor Lock-in. Ist die Originalhardware nicht mehr verfügbar oder lassen sich Komponenten nicht ersetzen, bleibt der Zugriff auf Daten blockiert – unabhängig vom Alter oder Vorhandensein von Sicherungen. "Der Lock-in ist kein späteres Problem beim Anbieterwechsel", so Data Reverse. "Er entsteht bereits dann, wenn Daten ausschließlich in einer bestimmten Umgebung lesbar sind."

Zugriffsfähigkeit muss architektonisch mitgedacht werden

Mit zunehmender Komplexität moderner IT-Landschaften verschiebt sich auch die Risikobetrachtung. Entscheidend ist nicht nur, ob Daten gespeichert sind, sondern ob sie unter realistischen Ausfallbedingungen tatsächlich wiederhergestellt werden können.

Data Reverse empfiehlt, IT-Architekturen regelmäßig darauf zu überprüfen,

  • wie stark Daten an einzelne Systeme oder Hersteller gebunden sind,
  • ob Wiederherstellungsprozesse praxisnah getestet wurden,
  • und welche Abhängigkeiten bewusst in Kauf genommen wurden.

Fazit

Moderne IT-Systeme bieten hohe Leistungsfähigkeit und Effizienz. Zum Risiko werden sie dort, wo Datenzugriff, Logik und Infrastruktur untrennbar miteinander verknüpft sind. Zugriffsfähigkeit ist kein Selbstläufer – sie ist das Ergebnis bewusster architektonischer Entscheidungen.

(Ende)
Aussender: DATA REVERSE® Datenrettung
Ansprechpartner: Christine Schröder
Tel.: +49 341 392 817 89
E-Mail: presse@datareverse.de
Website: www.datareverse-datenrettung.de
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