pte20260206019 in Business

Containerumschlag-Index versprüht Optimismus

China zeigt sich robust, während Nordeuropas Häfen rückläufig sind - Deutschlands Industrie hadert


Container: Index steigt gegen Ende des Jahres 2025 leicht an (Foto: pixabay.com, chrishoefliger)
Container: Index steigt gegen Ende des Jahres 2025 leicht an (Foto: pixabay.com, chrishoefliger)

Essen/Bremen/Kiel (pte019/06.02.2026/13:55)

Trotz der Unsicherheiten durch die US-Zollpolitik ist der Containerumschlag-Index des RWI - Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung und des Instituts für Seeverkehrswirtschaft und Logistik im Dezember 2025 auf 143,2 Punkte gestiegen. Gegenüber dem Vormonat erhöhte sich der Gesamtindex leicht um 1,2 Indexpunkte.

Streiks in vielen Nordhäfen

Der Index für die nordeuropäischen Häfen ist hingegen um 1,4 Indexpunkte gesunken, teilen die beiden Institute in Essen und Bremen mit. Die Streiks in den Häfen Antwerpen und Rotterdam zum Jahresende belasten deren Containerumschläge nach wie vor. In China ist der Containerumschlag von 159,7 Punkten im Vormonat auf 163,8 Punkte gestiegen.

"2025 hat der Welthandel trotz der erratischen US-Zollpolitik zugenommen. Sowohl Europa als auch China verzeichnen Zuwächse im Warenumschlag. Die USA hingegen fallen im Vergleich zum Vorjahr zurück. Die geplante Freihandelszone zwischen der EU und Indien wird ein Viertel der Weltwirtschaft abdecken", unterstreicht RWI-Konjunkturchef Torsten Schmidt.

Deutschland verliert Anschluss

Obgleich des gestiegenen Containerumschlags bleibt die wirtschaftliche Großwetterlage für Deutschland angespannt. Nils Jannsen, Leiter Konjunktur Deutschland am Kiel Institut für Weltwirtschaft, sieht die Industrie im internationalen Vergleich 2025 weiter zurückgefallen. Die weltweite Industrieproduktion sei 2025 um rund drei Prozent gestiegen.

"Bereits in den Jahren zuvor hat sich die Industrieproduktion weltweit deutlich günstiger entwickelt als in Deutschland. Dies ist nicht nur auf kräftige Produktionsanstiege in den Schwellenländern zurückzuführen. Auch in vielen fortgeschrittenen Volkswirtschaften hielt sich die Industrieproduktion deutlich besser als in Deutschland", erklärt Jannsen.

(Ende)
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