Soziale Medien können Ängsten entgegenwirken
Wissenschaftler der University of Arkansas sehen starke Zusammenhänge vor allem bei Frauen
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Verzweiflung: Bei Ängsten bieten soziale Medien Hilfe (KI-Bild: Moondance, pixabay.com) |
Fayetteville (pte001/06.02.2026/06:00)
Laut Forschern der University of Arkansas reduzieren soziale Medien Angstzustände bei jungen Erwachsenen mit bestimmten Persönlichkeitsmerkmalen. "Längsschnittstudien zeigen einen Zusammenhang zwischen der Nutzung sozialer Medien und Angstzuständen. Der Mechanismus dieses Zusammenhangs in Bezug auf emotionale Unterstützung ist jedoch noch nicht vollständig geklärt. Unsere Studie fand starke und lineare Zusammenhänge zwischen verringerter Angst, insbesondere bei Frauen", so die Autoren.
2.400 US-Bürger untersucht
Die nationale Stichprobe umfasst Daten von mehr als 2.400 US-Amerikanern zwischen 18 und 30 Jahren. Die Angst haben die Forscher anhand der allgemein anerkannten Skala des "Patient Reported Outcome Measurement Information System" der National Institutes of Health gemessen. Die emotionale Unterstützung ist erfasst worden, indem die Experten die Teilnehmer danach fragten, wie viel Unterstützung sie auf beliebten Social-Media-Plattformen erhalten hatten. Die Persönlichkeit ermittelten sie anhand des Tests "Big Five Inventory", der Offenheit, Gewissenhaftigkeit, Extraversion, Verträglichkeit und Neurotizismus bewertet.
"Menschen blühen auf, wenn sie sich geschätzt, unterstützt und als Teil einer zusammenhängenden Gruppe fühlen", so Soziologin Renae Merrill. Das könnten soziale Medien in bestimmten Fällen leisten. Es sei wichtig, in den Interaktionen mit anderen emotional bewusster zu werden. "Dazu gehört, sich die Zeit zu nehmen, um wirklich zu verstehen, was andere durchmachen, und ihnen so viel positive, sinnvolle Unterstützung wie möglich zu bieten", lautet ihre Anweisung an Social-Media-Nutzer. "Die Verbesserung der Wahrnehmung, Kommunikation und des emotionalen Bewusstseins im persönlichen Umgang und auch im Social Web ist für die Verbesserung der Gesundheit und des Wohlbefindens von entscheidender Bedeutung."
Ergebnisse nicht eindeutig
Allerdings sind die Ergebnisse der Studie den Wissenschaftlern zufolge nicht eindeutig. Emotionale Unterstützung in sozialen Medien kann Ängste zwar verringern, doch umgekehrt könnten Ängste die wahrgenommene emotionale Unterstützung in sozialen Medien absenken. Die Ergebnisse legen auch nahe, dass emotionale Unterstützung wirksam zur Verbesserung der psychischen Gesundheit beiträgt.
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