Leukämie: Neue Behandlung verlängert Überleben
Therapie eines australischen Forscher-Teams setzt auf Medikament zur Zerstörung schädlicher Zellen
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Krebsforschung: Australischen Medizinern gelingt Durchbruch (Foto: pixabay.com, Michal Jarmoluk) |
Sydney (pte011/03.02.2026/10:30)
Australischen Forschern ist ein großer Fortschritt bei der Behandlung von akuter lymphoblastischer Leukämie (ALL) gelungen. Ihren klinischen Studien zufolge können sich mit dem Austausch eines Teils des Standard-Chemotherapieprotokolls durch eine zielgerichtete Immuntherapie die Ergebnisse für junge Patienten deutlich verbessern. An der Studie nahmen 55 Patienten zwischen 15 und 39 Jahren teil, die zwischen 2019 und 2022 gegen ALL behandelt worden waren. Die Studie wurde von Matthew Greenwood vom Royal North Shore Hospital geleitet und landesweit von der Australasian Leukaemia and Lymphoma Group (ALLG) koordiniert.
Blinatumomab ersetzt Chemotherapie
Während der Studie wurde einer der intensiven Abschnitte der Chemotherapie durch Blinatumomab ersetzt. Dabei handelt es sich um ein Medikament, dass das Immunsystem so steuert, dass es Leukämiezellen jagt und zerstört. Ziel dabei ist es, die Wirksamkeit zu verbessern und gleichzeitig die Toxizität zu minimieren. Forscher von South Australian Health and Medical Research Institut (SAHMRI) und der Adelaide University leisteten ebenfalls einen signifikanten Beitrag zur Studie. Sie leiteten die genomische Profilierung. Die Forschungsergebnisse wurden im Fachmagazin "HemaSphere" veröffentlicht.
Deborah White (SAHMRI) und der Hämatologe David Yeung fanden entscheidende Hinweise zu den Mutationen, die bei den Patienten eine Leukämie verursacht hatten. Zudem analysierten sie, wie Therapieansätze funktionieren. Die Kombination von Chemotherapie und Immuntherapie wurde allgemein gut vertragen und war wirksam. Laut White waren nach drei Jahren Nachverfolgung fast 89 Prozent der Patienten am Leben und krebsfrei. Die Expertin betont, dass die Chemotherapie zwar wirksam ist, aber für die jungen Körper eine große Belastung darstellt.
Therapieansatz hilft allen
Basierend auf den Mutationen der ALL-Zellen konnten die Forscher zwei Gruppen von Patienten identifizieren. Die Gruppe mit einer therapieansprechenden Erkrankung überlebte zu 100 Prozent. Die Gruppe mit resistenteren Mutationen überlebte zu 80 Prozent. White erläutert, dass viele Patienten über genomische Merkmale mit einem höheren Risiko verfügten. Dies wiederum erhöhe die Wahrscheinlichkeit von schlechten Ergebnissen. Trotzdem sprachen die meisten Teilnehmenden bemerkenswert gut auf die Behandlung an. Das bedeutet aus Sicht der Forscher, dass dieser Ansatz einen wirklichen Wert hat - auch in Fällen, die schwerer zu behandeln sind.
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