Klimawandel-Überwachung soll lückenlos werden
Studie der Chinesischen Akademie der Wissenschaften zeigt immer noch große Ungleichheiten
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Erde: Klimawandel nicht überall gleich stark verbreitet (Foto: pixabay.com, Wikilmages) |
Peking (pte009/02.02.2026/10:30)
Eine umfassende Review der Chinesischen Akademie der Wissenschaften hat hochentwickelte Netzwerke untersucht, die die Verteilung von Emissionen in Städten analysiert. Sie betont den technologischen Fortschritt, aber auch die massiven Lücken in der weltweiten Überwachung.
Hochpräzise Überwachung
Die Review unter der Leitung von Gan Zhang vom State Key Laboratory of Advanced Environmental Technology at the Guangzhou Institute of Geochemistry betont, dass hochpräzise atmosphärische Beobachtungen zum Goldstandard für die Überwachung werden, ob die Klimapolitik in Echtzeit funktioniert.
Das Forschungsprojekt synthetisiert Daten von zehn langfristigen Überwachungsnetzwerken und weltweit von mehr als zehn Städten. Dabei zeigt sich eine große geografische Kluft. Nordamerika, Westeuropa und Ostasien werden zu smart überwachten Hubs.
Riesige Gebiete in Afrika, Südamerika und Südasien bleiben oft jedoch bei der Nachverfolgung fast unsichtbar. "Wir können aber nicht managen, was wir nicht messen", betont Zhang.
Durch die Kombination von Messungen der Atmosphäre von oben nach unten mit herkömmlichen Messungen von unten nach oben lässt sich ein transparentes, evidenzbasiertes Rahmenwerk für die Klimaneutralität schaffen, unterstreichen die Wissenschaftler.
Keine sehr einfache Lösung
Laut der Review macht China in diesem Bereich bereits große Fortschritte und ist damit ein Vorbild für andere Länder. Eine neue Herausforderung bestehe in der industriellen Verlagerung. Die Fabriken würden die Stadtzentren verlassen.
Daher müssten sich die Überwachungsnetzwerke an die größer werdende Distanz anpassen, die zwischen dem Wohnort und dem Ort besteht, wo der Kohlenstoff tatsächlich freigesetzt wird, heißt es.
Maßgeschneiderte Verfahren
Entscheidend ist auch die Unterscheidung zwischen Kohlenstoff aus fossilen Brennstoffen und Kohlenstoff natürlich "atmender" Ökosysteme. Hier bestehen, so die Forscher, immer noch große technische Herausforderungen. Schließlich könne eine Lösung nicht für alle Bereiche eingesetzt werden.
Eine Megacity in der Wüste brauche eine vollständig andere Sensoranordnung als eine mittelgroße Stadt, die in einem Wald gelegen sei. Entscheidend sei auch, dass die Städte im Globalen Süden den Klimawandel genauso bekämpfen können wie die Städte des Nordens.
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