pte20260127021 in Business

Policen für E-Autos oft teurer als für Verbrenner

Neue vergleichende Untersuchung von Verivox zeigt Preisunterschied von bis zu 44 Prozent


Elektofahrzeug: Zeiten der günstigen Versicherungstarife sind vorbei (Bild: RoadLight, pixabay.com)
Elektofahrzeug: Zeiten der günstigen Versicherungstarife sind vorbei (Bild: RoadLight, pixabay.com)

Heidelberg/Wien (pte021/27.01.2026/13:55)

Laut einer neuen Analyse des Vergleichsportals Verivox verlangen Versicherer bei etwa der Hälfte der Vollkaskotarife für Elektroautos inzwischen höhere Preise als für vergleichbare Verbrenner. Der Erhebung nach sind die Beiträge für E-Autos unter sonst gleichen Bedingungen bis zu 44 Prozent teurer als derselbe Tarif für das Verbrenner-Pendant.

Schonzeit ist vorbei

"Versicherer haben E-Autos lange Zeit per se günstiger bepreist als Benziner. Zum einen lagen nicht ausreichend Schadensdaten vor und zum anderen wollten Versicherer sich auf einem jungen Wachstumsmarkt positionieren. Doch die Zeit der pauschalen Vorschusslorbeeren für E-Autos ist vorbei", sagt Aljoscha Ziller, Chef der Verivox Versicherungsvergleich GmbH.

In Modellrechnungen sind Vollkaskotarife für einen BMW X3 mit E-Antrieb bis zu 44 Prozent teurer als für das gleiche Verbrenner-Modell - obwohl beide in denselben Typklassen liegen. Von den Tarifen, die der Modellfahrer für beide Modelle wählen kann, sind knapp die Hälfte (rund 49 Prozent) für das E-Modell teurer. Günstiger ist die Versicherung für den Stromer nur bei rund 32 Prozent der Tarife. Bei 19 Prozent der Angebote liegen die Kosten gleichauf.

Schadensumme höher

Laut der Verivox-Untersuchung sind die Tarife für den Elektro-Skoda "Enyaq" bis zu 18 Prozent teurer als für den "Kodiaq", seinen typklassengleichen Benzin-Zwilling. Insgesamt sind rund 40 Prozent der Angebote teurer und nur 35 Prozent günstiger. Gleichstand erreichen die beiden bei rund 26 Prozent der Tarife. "Langzeitdaten zeigen inzwischen, dass Elektroautos zwar seltener Schäden verursachen, diese dann jedoch oft teurer sind", heißt es von Verivox.

Laut Analyse der Beratungsgesellschaft EY ist der Absatz von E-Autos auch im Dezember deutlich gestiegen. EU-weit legten die Elektro-Neuzulassungen um 51 Prozent zu, die meisten - 22 von 27 - EU-Länder verzeichneten steigende E-Neuzulassungen. Ihr Marktanteil stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat von 15,8 auf 22,6 Prozent. Damit legten E-Autos im Gesamtjahr 2025 um 30 Prozent zu, der Marktanteil kletterte im Jahresvergleich von 13,6 auf 17,4 Prozent.

(Ende)
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