CEOs mit Akzent locken mehr Investoren an
Laut der University of Rhode Island funktionieren indischer und kenianischer Einfluss am besten
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Manager: Investoren vertrauen CEOs mit Akzent eher (Foto: JoshfromYNC, pixabay.com) |
Kingston (pte003/27.01.2026/06:10)
US-Manager, die einen guten Ruf genießen, locken mehr Investoren an, wenn sie Englisch mit indischem oder kenianischen Akzent sprechen. Das zeigt eine Studie der University of Rhode Island. Der amerikanische Akzent kommt dagegen weniger gut an. US-Manager, die ohnehin einen schlechten Ruf haben, können mit einem bestimmten Akzent auch nichts reißen, in deren Unternehmen investiert "man" nicht, heißt es.
Akzent-Erstellung mit KI
Laut den Studienautoren Anis Triki und Devendra Kale steigt der Anteil von CEOs mit Akzent in großen US-Unternehmen wie Alphabet, NVIDIA und Microsoft. Vor diesem Hintergrund wollten die Experten ergründen, welchen Einfluss dies auf das Verhalten von Investoren hat. Triki und Kale haben dazu in einem Test die Bereitschaft von Anlegern untersucht, bis zu 10.000 Dollar in ein fiktives Unternehmen zu investieren, nachdem ihnen verschiedene Akzente des CEO vorgespielt wurden.
Als Information erhielten die Studienteilnehmer einen Artikel aus einer Wirtschaftszeitung, der Hintergrundinformationen zur Reputation des CEOs lieferte. Außerdem wurde ihnen eine Audioaufnahme von Telefonkonferenzen zur Korrektur von Geschäftszahlen vorgespielt, in der CEO die Stimme des CEOs mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) einen amerikanischen, indischen oder kenianischen Akzent bekommen hatte.
Ist der Ruf erst ruiniert…
"Das wichtigste Ergebnis war, dass die Menschen generell mehr Geld in jemanden investieren wollten, der mit einem ausländischen Akzent spricht", sagt Triki. Es zeigte sich jedoch auch, dass der Akzent keinen messbaren Einfluss auf die Investitionsentscheidungen hatte, wenn der hypothetische Ruf des CEOs schlecht war. Umgekehrt spielte der Akzent eine größere Rolle, wenn der CEO einen guten Ruf hatte.
CEOs mit indischem und kenianischem Akzent lockten mehr hypothetische Investitionen an als diejenigen mit amerikanischem Akzent. Die Ergebnisse widersprachen dem allgemeinen Empfinden, dass ausländische Akzente bei Managern eher negative Gefühle hervorrufen. Es gab allerdings gravierende Unterschiede zwischen privaten und professionellen Anlegern. Profis vertrauen eher auf harte Fakten als auf Dinge wie Akzente, während Private sich auch von weichen Faktoren beeinflussen lassen.
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