pte20260120010 in Leben

Gürtelrose-Serum hemmt Alterung von Senioren

Stille Entzündungen lassen sich laut USC Leonard Davis School of Gerontology ebenfalls verhindern


Gürtelrose-Impfung: schützt nicht nur vor Herpes-Zoster (Foto: pixabay.com, Gedesby1989)
Gürtelrose-Impfung: schützt nicht nur vor Herpes-Zoster (Foto: pixabay.com, Gedesby1989)

Los Angeles (pte010/20.01.2026/10:30)

Die Gürtelrose-Impfung trägt insbesondere bei älteren Erwachsenen zu einer langsameren biologischen Alterung bei. Zu dem Ergebnis kommt eine Studie der USC Leonard Davis School of Gerontology. Basierend auf der landesweit repräsentativen "U.S. Health and Retirement Study" haben die Forscher untersucht, wie sich diese Impfung auf mehrere Aspekte des biologischen Alterns auswirkt. Die 3.800 Teilnehmer waren 2016 rund 70 Jahre alt. Auch die Kontrolle in Hinblick auf andere soziodemografische und gesundheitsbedingte Variablen veränderte dieses Ergebnis nicht.

Impfungen können mehr

Laut Erstautorin Jung Ki Kim ist bereits ein Zusammenhang zwischen Impfungen für Erwachsene wie Gürtelrose und Grippe mit einem geringeren Risiko einer Demenz und anderen neurodegenerativen Erkrankungen festgestellt worden. "Diese Studie bestätigt ebenfalls, dass Impfungen bei der Förderung eines gesunden Alterns eine Rolle spielen könnten. Das geschieht durch die Modulierung von biologischen Systemen, die über das Verhindern einer Infektion hinausgeht."

Die biologische Alterung bezieht sich darauf, wie sich der Körper im Laufe der Zeit verändert. Dazu gehört auch, wie gut Organe und andere Systeme arbeiten. Kim und hat mit ihrer Co-Autorin Eileen Crimmins sieben Aspekte des biologischen Alterns untersucht. Dabei handelt es sich um Entzündungen, angeborene Immunität, erworbene Immunität, Hämodynamik, Neurodegeneration, epigenetische Alterung und schließlich die Veränderung der Genexpression.

Geimpfte sind gesünder

Insgesamt verfügen geimpfte Personen über deutlich geringere Werte bei Entzündungen, eine langsamere epigenetisches und transkriptomische Alterung und geringere Werte bei den zusammengesetzten biologischen Alterungs-Scores. Diese Ergebnisse liefern weitere Einblicke in die möglichen Mechanismen, die dem zugrunde liegen, wie die Gesundheit des Immunsystems mit dem Vorgang des Älterwerdens interagiert.

Laut Kim stehen chronische gestillte Entzündungen zu vielen mit dem Alter in Verbindung stehenden Erkrankungen wie Herzleiden, Gebrechlichkeit und dem kognitiven Verfall in Zusammenhang. Dabei handelt es sich um das sogenannte Entzündungsaltern. Die Gürtelrose-Impfung kann dabei helfen, diese stillen Entzündungen zu verringern und damit ein gesünderes Alter ermöglichen.

Die genauen biologischen Mechanismen sind derzeit noch nicht erforscht. Die potenziellen Vorteile könnten zudem anhaltend sein. Kim hat indes nachgewiesen, dass Teilnehmer, die ihre Impfung vor vier oder mehr Jahren erhalten hatten, im Durchschnitt immer noch über eine langsamere epigenetische, transkriptomische und allgemeine Alterung verfügten. Details sind im Fachmagazin "Journals of Gerontology, Series A" veröffentlicht.

(Ende)
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