Wenn Daten trotz Backup nicht erreichbar sind: Warum Datenrettung 2026 an Bedeutung gewinnt
Technische Nachweisbarkeit rückt im Schadenfall zunehmend in den Fokus von Unternehmen
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Untersuchung von Datenträgern zur objektiven Bewertung der Wiederherstellbarkeit (©DATA REVERSE®) |
Leipzig (pts027/19.01.2026/16:45)
Der Zugriff auf Unternehmensdaten gilt vielerorts noch immer als selbstverständlich – insbesondere dann, wenn funktionierende Backup-Konzepte vorhanden sind. Doch die technische Realität moderner Speicherlösungen zeigt ein anderes Bild: Auch gesicherte Daten sind im Ernstfall nicht zwangsläufig wiederherstellbar.
Aktuelle Erfahrungen aus der professionellen Datenrettung verdeutlichen, dass klassische Sicherungsstrategien 2026 zunehmend an technische Grenzen stoßen. Verschlüsselungstechnologien, hardwareabhängige Speicherarchitekturen und automatisierte Replikationsmechanismen können dazu führen, dass Daten trotz vorhandener Sicherungen nicht mehr zugänglich sind.
Technischer Zugriff wird zum entscheidenden Faktor
Damit verändert sich auch die Bewertung von Schadensfällen. Nicht mehr allein die Frage, ob ein Backup existierte, steht im Mittelpunkt, sondern ob der Datenzugriff technisch möglich war – und wie dieser nachvollziehbar dokumentiert werden kann.
In der Praxis zeigt sich zunehmend ein wiederkehrendes Muster:
- Datensicherungen waren vorhanden
- Wiederherstellungsprozesse wurden eingeplant oder durchgeführt
- der Zugriff scheiterte dennoch aus technischen Gründen
In solchen Situationen gewinnt die transparente Darstellung der technischen Rahmenbedingungen erheblich an Bedeutung. Datenzugriff wird damit zu einer erklärungs- und belegpflichtigen Größe.
Notfallkonzepte greifen häufig zu kurz
Viele Notfall- und Sicherheitskonzepte enden organisatorisch beim vorgesehenen Restore-Prozess. Was geschieht, wenn dieser fehlschlägt, ist in zahlreichen Unternehmen nicht eindeutig definiert.
Typische Schwachstellen im Schadenfall sind unter anderem:
- fehlende technische Ursachenanalyse
- unzureichende Dokumentation von Zugriffshindernissen
- nicht klar geregelte Eskalationswege
- Vermischung organisatorischer Vorsorge mit tatsächlicher technischer Umsetzbarkeit
Unter den Bedingungen moderner Speichertechnologien reicht es daher nicht mehr aus, ausschließlich auf vorhandene Backups zu verweisen.
Datenrettung als Bestandteil der Compliance-Kette
Vor diesem Hintergrund verändert sich die Rolle professioneller Datenrettung deutlich. Sie wird zunehmend Teil der Compliance-Kette – nicht als beratende Instanz, sondern als technischer Nachweis im Schadenfall.
Im Fokus stehen dabei objektiv belegbare Fakten, etwa:
- Analyse konkreter Schadensbilder
- Dokumentation hardware- oder verschlüsselungsbedingter Zugriffsbeschränkungen
- technische Bewertung der Wiederherstellbarkeit
- Nachvollziehbarkeit unternommener Zugriffsbemühungen
DATA REVERSE übernimmt in diesem Zusammenhang keine rechtliche Bewertung, sondern liefert technische Fakten zur Einordnung des Vorfalls.
Technologische Entwicklungen erhöhen den Erklärungsbedarf
Die Relevanz dieser technischen Nachweisbarkeit wird sich 2026 weiter verstärken. Ursache sind Entwicklungen wie:
- zunehmende hardwaregebundene Verschlüsselung
- eng gekoppelte Speicher- und Controllerarchitekturen
- sinkende Fehlertoleranz moderner Speichersysteme
Der Zugriff auf Daten wird dadurch nicht einfacher, sondern erklärungsbedürftiger – insbesondere dann, wenn er nicht gelingt.
Ausblick
Backups bleiben ein zentraler Bestandteil jeder IT- und Sicherheitsstrategie. Sie stellen jedoch keine uneingeschränkte Zugriffsgarantie mehr dar. Die Datensicherheit moderner IT-Infrastrukturen erfordert daher ein erweitertes Verständnis: Neben der Sicherung selbst gewinnt die technisch belegbare Einordnung des Schadenfalls zunehmend an Bedeutung. Datensicherheit endet nicht bei der Datensicherung - sondern bei der nachvollziehbaren Bewertung dessen, was im Ernstfall technisch möglich war.
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