Wenn Zugriff nicht garantiert ist: Warum Datenzugriff 2026 erklärungsbedürftig wird
Nachweisbarkeit im Schadenfall gewinnt an Bedeutung, wenn Backups technisch an Grenzen stoßen
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Technischer Zugriff auf ein Speichermedium im Rahmen einer hardwarebasierten Datenanalyse |
Leipzig (pts030/16.01.2026/16:20)
Die technische Realität moderner Speicherarchitekturen verändert 2026 nicht nur die Datensicherung, sondern auch deren Bewertung im Schadenfall. Wie aktuelle technische Analysen aus der Datenwiederherstellung zeigen, ist der Zugriff auf Daten selbst bei vorhandenen Backup-Konzepten nicht mehr zuverlässig gegeben.
Verschlüsselung, hardwaregebundene Speicherarchitekturen und automatisierte Replikationsprozesse führen dazu, dass Daten trotz organisatorischer Vorsorge technisch nicht erreichbar sind. Der Fokus verschiebt sich im Ernstfall zunehmend von der Frage, ob gesichert wurde, hin zu der Frage, was technisch belegbar ist.
Wenn Wiederherstellung scheitert, rückt Nachweisbarkeit in den Vordergrund
Unternehmen stehen zunehmend vor Situationen, in denen:
- Sicherungen vorhanden waren
- Wiederherstellungsversuche vorgesehen oder durchgeführt wurden
- der Zugriff dennoch technisch nicht möglich war
In diesen Fällen tritt nicht der Erfolg der Wiederherstellung in den Vordergrund, sondern die nachvollziehbare Dokumentation dessen, was technisch möglich war - und was nicht.
Datenzugriff wird damit zu einer erklärungs- und belegpflichtigen Größe.
Notfall- und Sicherheitskonzepte enden häufig beim Backup
Viele bestehende Notfall- und Sicherheitskonzepte enden organisatorisch beim Restore-Prozess.
Was geschieht, wenn dieser technisch scheitert, ist in der Praxis häufig nicht eindeutig definiert.
Typische Lücken im Schadenfall sind:
- fehlende technische Einordnung der Ursachen
- keine belastbare Dokumentation von Zugriffshindernissen
- unklare Eskalationsschritte nach fehlgeschlagenem Restore
- Vermischung von organisatorischer Vorsorge und technischer Realität
Unter modernen Speicherbedingungen reicht es nicht mehr aus, allein auf die Existenz von Backups zu verweisen.
Technische Analyse wird Teil der Compliance-Kette
Vor diesem Hintergrund verändert sich die Rolle technischer Datenanalysen im Schadenfall.
Die technische Einordnung gescheiterter Zugriffe wird zu einem relevanten Baustein innerhalb der Compliance-Kette - nicht als Beratung, sondern als nachvollziehbarer technischer Nachweis.
Im Mittelpunkt stehen dabei keine rechtlichen Bewertungen, sondern belegbare technische Fakten:
- Analyse konkreter Schadensbilder
- Dokumentation hardware- oder verschlüsselungsbedingter Zugriffshindernisse
- Bewertung der technischen Wiederherstellbarkeit
- Nachweis unternommener Zugriffsbemühungen
RecoveryLab agiert in diesem Kontext nicht als Auditor oder Berater, sondern als technische Analyseinstanz zur objektiven Einordnung von Schadenfällen.
Technische Entwicklungen erhöhen den Erklärungsbedarf weiter.
Die Bedeutung dieser Nachweisbarkeit wird 2026 weiter zunehmen.
Ursache sind technische Entwicklungen, die den Datenzugriff zunehmend an funktionierende Hardware koppeln:
- steigende Verbreitung hardwaregebundener Verschlüsselung
- enge Integration von Speicher, Controllern und Logik
- geringere Toleranz gegenüber physischen und elektronischen Defekten
Datenzugriff wird damit nicht einfacher, sondern erklärungsbedürftiger - insbesondere dann, wenn er scheitert.
Ausblick
Backups bleiben ein unverzichtbarer Bestandteil jeder IT- und Sicherheitsstrategie.
Sie garantieren jedoch keinen Zugriff mehr unter allen Bedingungen.
Die technische Realität moderner Speicherarchitekturen erfordert ein erweitertes Verständnis von Datensicherheit - eines, das auch den nachvollziehbaren technischen Umgang mit gescheitertem Zugriff einschließt.
Datensicherheit endet nicht bei der Sicherung, sondern bei der belegbaren technischen Einordnung des Ernstfalls.
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