pte20260115019 in Business

Überflüssige Features bei Kfz-Policen überteuert

Modellrechnungen des Vergleichsportals Verivox zeigen kaum Nutzen von Rabattschutz und Co


Unfallwagen: Versicherungsnehmer sollten bei Police genau hinsehen (Foto: pixabay.com)
Unfallwagen: Versicherungsnehmer sollten bei Police genau hinsehen (Foto: pixabay.com)

Heidelberg (pte019/15.01.2026/13:59)

Oft unnötige Leistungen wie ein Rabattschutz bei der Kfz-Versicherung verteuern die Policen schnell um das Doppelte. Zu dem Schluss kommen Modellrechnungen des Vergleichsportals Verivox. Auch vermeintlich nützliche Extras wie die Absicherung von Schäden am eigenen Besitz sind Kostentreiber.

Vorteile verpuffen häufig

So macht der Rabattschutz, der die Schadenfreiheitsklasse nach einem selbstverschuldeten Unfall erhält, den Vertrag um 22 Prozent teurer. Tarife mit direkter Schadensregulierung ohne Haftungsprüfung kosten sogar doppelt so viel jene ohne diese Leistung, heißt es in der Studie.

"Versicherungsnehmer behalten die höhere Schadensfreiheitsklasse nur, solange sie bei ihrem aktuellen Versicherer bleiben. Der Unfall wird dennoch vermerkt, die höhere Schadenfreiheitsklasse bei einem Wechsel meist nicht mit übernommen und der Vorteil durch den Rabattretter verpufft", so Aljoscha Ziller, Chef der Verivox Versicherungsvergleich GmbH.

Augen auf bei der Tarifwahl

Bei der sogenannten "Direktregulierung" übernimmt der Versicherer nach einem Unfall sofort alle Kosten - ohne zu prüfen, ob der Autofahrer für Schäden eigentlich teilweise oder ganz selbst aufkommen müsste. Das klingt komfortabel, treibt den Beitrag aber massiv nach oben.

Tarife mit dieser Leistung sind laut Verivox-Analyse mehr als doppelt so teuer (109 Prozent) als die günstigsten Tarife ohne dieses Feature. Viel wichtiger und noch dazu auch schon in günstigen Tarifen zu haben seien Leistungen bei grob fahrlässigem Handeln des Autofahrers.

Policen regelmäßig überprüfen

Die Experten raten zur regelmäßigen Überprüfung der eigenen Policen. Wer zu lange im selben Tarif verharre, riskiere zu viel für veraltete Leistungen zu bezahlen. Versicherer böten aber auch Tarife, die bei neuen Allgemeinbedingungen automatisch angepasst werden.

Das klingt praktisch, ist aber kein Schnäppchen: 33 Prozent (281 Euro) mehr kostet es im Schnitt. Den gleichen Effekt erzielen Versicherte durch einen regelmäßigen Wechsel der Kfz-Versicherung - und können dabei auch noch sparen.

"Nach zwei Jahren mit flächendeckenden Prämiensteigerungen setzen Versicherer günstige Prämien wieder zur Neukundengewinnung ein", unterstreicht Ziller. Günstige Tarife kosteten den einen fiktiven Fahrer 49 Prozent weniger als Angebote aus dem mittleren Preissegment.

(Ende)
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