Vareniclin hilft Männern gegen Cannabissucht
Medical University of South Carolina sieht Wirksamkeit bei Frauen als nicht nachweisbar an
![]() |
Cannabis: Sucht beeinträchtigt den Alltag signifikant (Foto: pixabay.com, CannabisVera) |
Charleston (pte011/15.01.2026/10:30)
Das Medikament zur Raucherentwöhnung Chantix/Champix, auch bekannt als Vareniclin, verringert auch bei Cannabis das Konsumverlangen. Zu diesem Ergebnis kommt eine randomisierte kontrollierte Studie der Medical University of South Carolina. Die Cannabissucht (CUD) wird teilweise aufgrund der kürzlichen Legalisierung in mehreren Ländern weltweit zu einem größeren Problem. Zusätzlich gibt es bisher keine Medikamente für eine Behandlung.
174 Personen untersucht
Vareniclin hat Männern in Versuchen dabei geholfen, den Cannabiskonsum zu reduzieren. Bei Frauen war das nicht der Fall. Bei der Raucherentwöhnung ist das Medikament bei beiden Geschlechtern wirksam. An der Studie haben 174 Teilnehmer mit CUD teilgenommen, die die Droge mindestens drei Mal in der Woche konsumieren. Sie erhielten zwölf Wochen lang nach dem Zufallsprinzip entweder Vareniclin oder ein Blindpräparat. Die Dosis betrug dabei ein Milligramm zwei Mal am Tag.
Jede Woche gab es zusätzlich kurze Sitzungen für das medizinische Management, um zur Beibehaltung der Einnahme und des Behandlungsplans zu ermutigen. Die mit Vareniclin behandelten Teilnehmer nutzen Cannabis pro Woche weniger häufig als Männer, die ein Scheinmedikament erhalten hatten. Die Vareniclin-Gruppe kam während der Studie auf 7,9 Cannabisnutzungen und 5,7 nach der Beendigung. Bei der Placebo-Gruppe kam es wöchentlich gut zwölf Mal zu einem Drogenkonsum.
Abhängigkeit beeinträchtigt
Die behandelten Männer nutzten Cannabis durchschnittlich an 3,8 Tagen pro Woche. Die anderen Konsumenten nutzen die Droge an 4,7 Tagen pro Woche. Bei den Frauen gab es keine signifikanten Unterschiede beim Cannabiskonsum. Die mit Vareniclin behandelten Frauen wiesen jedoch stärkere Entzugserscheinungen und mehr Angstgefühle auf. Das könnte an der geringeren Einhaltung der Einnahme des Medikaments liegen, heißt es. Details sind in "Addiction" veröffentlicht.
CUD wird durch einen fortgesetzten Konsum von Cannabis charakterisiert, der trotz klinisch signifikanter Beeinträchtigungen wie dem Ignorieren wichtiger sozialer, beruflicher oder die Freizeit betreffender Aktivitäten aufrechterhalten wird. Dazu gehören auch körperliche und psychologische Probleme. Der Konsum von Cannabis steht auch mit Psychosen, Schlafstörungen, Entzugserscheinungen sowie Stimmungs- und Angststörungen in Verbindung.
(Ende)| Aussender: | pressetext.redaktion |
| Ansprechpartner: | Moritz Bergmann |
| Tel.: | +43-1-81140-300 |
| E-Mail: | bergmann@pressetext.com |
| Website: | www.pressetext.com |


