pte20260113028 in Forschung

Tesla-Turbine 2.0 liefert Strom und reinigt Luft

Forschern unter Leitung der Chung-Ang Universität gelingt Neuauflage der Technologie von 1913


Nikola Tesla: Seine Erfindung im neuen Gewand realisiert (Bild: eugeniohansenofs, pixabay.com)
Nikola Tesla: Seine Erfindung im neuen Gewand realisiert (Bild: eugeniohansenofs, pixabay.com)

Seoul (pte028/13.01.2026/11:30)

Unter der Leitung der Chung-Ang Universität haben Forscher ein Turbinenprinzip von Nikola Tesla von 1913 weiterentwickelt. Das neue Gerät produziert elektrischen Strom und reinigt die Luft von Staub. Der Generator besteht aus mehreren runden Scheiben, die in geringem Abstand auf einer Achse befestigt sind. Durchströmende Druckluft überträgt ihre Energie durch Reibung auf die Scheiben, sodass diese rotieren. Die Luft wird in Richtung der Achse abgelenkt. So werden die Scheiben noch zusätzlich beschleunigt, bevor die Luft durch die Auslassöffnung entweicht.

Reibung erzeugt Strom

Anders als in gängigen Turbinen, in denen Luft oder Dampf auf Schaufeln trifft, entstehen in der neuen Turbine keine Turbulenzen, die zu Verschleiß führen. Die Luftreibung dient nicht nur als Antrieb. Sie erzeugt auch elektrostatische Ladung. Diese Energie wird abgeleitet, sodass sie sich als elektrischer Strom nutzen lässt. In der neuen Turbine werden zusätzlich triboelektrische Materialien eingesetzt, in denen durch Reibung Elektrizität entsteht.

In industriellen Umgebungen transportiert Druckluft oft Staub und Feuchtigkeit, die durch Reibung elektrisch aufgeladen werden - der triboelektrische Effekt. Diese statischen Aufladungen werden in der Regel als störend oder als Sicherheitsrisiko angesehen. Hier werden sie bewusst genutzt. Die mit Partikeln verunreinigte Druckluft strömt in das Acrylgehäuse und lässt die Turbine mit einer Geschwindigkeit von bis zu 1.080 Kilometer pro Stunde rotieren. Sie erreicht fast 8.500 Umdrehungen pro Minute. Während sich die Scheiben drehen, erzeugen gegenüberliegende triboelektrische Schichten ohne direkten elektrischen Kontakt eine elektrische Hochspannung, die als Strom aus dem System abgeleitet wird.

Prototyp schafft 800 Volt

Die Staub- und Feuchtigkeitspartikel, die sich während dieses Prozesses statisch aufladen, werden neutralisiert, sodass sie aus dem System herausgeschleudert und aufgefangen werden können. So wird ganz nebenbei die Luft gefiltert, was sich Industrieunternehmen zunutze machen können, die Luftreinigungsanlagen betreiben.

Der Prototyp erzeugt elektrische Energie bei einer Spannung von 800 Volt, wie sie beispielsweise für den Betrieb von Straßenbahnen benötigt wird, bei einen Stromfluss von 2,5 Ampere, was für Straßenbahnen beim Weiten nicht reicht. Das System könnte jedoch die Stromversorgung einer Fabrik ergänzen und konventionelle Luftreinigungsanlagen ersetzen, die Strom verbrauchen statt zu produzieren.

(Ende)
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