pte20260107015 in Leben

Alzheimer: Auditive Stimulation reinigt Gehirn

Kunming Institute of Zoology stellt anhaltende Wirksamkeit bei betagten Rhesusaffen fest


Rhesusaffe: Tiere laut Studie ideale Modelle für die Forschung (Foto: pixabay.com, Jurrien Brondijk)
Rhesusaffe: Tiere laut Studie ideale Modelle für die Forschung (Foto: pixabay.com, Jurrien Brondijk)

Kunming (pte015/07.01.2026/10:30)

Eine auditive Stimulation bei 40 Hertz erhöht die Beta-Amyloid-Werte in der Zerebrospinalflüssigkeit (CSF) von betagten Rhesusaffen - und zwar für fünf Wochen. Das haben Forscher des Kunming Institute of Zoology bei nicht-menschlichen Primaten nachgewiesen. Die Ergebnisse sind relevant in Bezug auf die Unterschiede der Wirksamkeit eines Behandlungsansatzes für Alzheimer bei verschiedenen Säugetieren. Details sind in "PNAS" nachzulesen.

Rhesusaffen ideal

Eine Stimulierung mit 40 Hertz zur Behandlung von Alzheimer bei Primaten und Nagetiermodellen zeigt erhebliche Unterschiede. Das Team um Hu Xintian hat neun Rhesusaffen (Macaca mulatta) im Alter zwischen 26 und 31 Jahren getestet. Diese alten Tiere entwickeln spontan Amyloid-Plaques in ihren Gehirnen. Damit ahmen sie die pathologischen Eigenschaften dieser Plaques von Alzheimer beim Menschen nach. So werden sie zu einem idealen translationalen Forschungsmodell, heißt es.

Mittels eines randomisierten kontrollierten Designs haben die Affen sieben Tage lang jeweils eine Stunde eine auditive Stimulation mit 40 Hertz erhalten. Danach erhöhten sich die Werte der Schlüsselproteine Aβ42 und Aβ40 in der Zerebrospinalflüssigkeit um 205,61 und 201 Prozent. Diese Werte stimmen mit früheren Ergebnissen mit Mausmodelle überein und stützen die Hypothese, dass eine derartige Stimulierung die Freigabe der Amyloid-Plaques in die CSF ermöglicht.

Anhaltende Wirkung

Die Werte dieser Plaques-Konzentrationen in der CSF waren auch 35 Tage nach dem Ende der Stimulation noch erhöht. Es kam dabei zu keinem signifikanten Rückgang der zuerst gemessenen Werte. Eine derartig anhaltende Wirkung wurde bei früheren Studien mit Mäusen nicht nachgewiesen. Damit liegen weitere Belege für den Einsatz einer Stimulation mit 40 Hertz beim Menschen vor. Zudem ist dieser Behandlungsansatz nicht invasiv, kostengünstig und ungefährlich, so die Forscher.

(Ende)
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