Deutscher Mittelstand im August pessimistisch
KfW-Geschäftsklimaindex ist um 0,6 Zähler leicht auf nun minus 13,1 Punkte zurückgegangen
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Flex: Stimmung im deutschen Mittelstand sackt ab (Foto: pixabay.com, SwastikArora) |
Frankfurt am Main (pte023/29.08.2025/13:50)
Mittelständische Unternehmen in Deutschland blicken wieder pessimistischer in die Zukunft. Laut einer Analyse von KfW Research hat sich im August nach einer Serie von fünf Anstiegen erstmals wieder eingetrübt. Der Geschäftsklimaindex sank leicht um 0,6 Zähler auf nun minus 13,1 Punkte, wobei die Nulllinie den langjährigen Durchschnitt markiert.
Dienstleister leiden
Sowohl die Bewertung der aktuellen Lage als auch die Erwartungen der kleinen und mittleren Unternehmen hat auf Sicht von sechs Monaten nachgegeben, sagen die Frankfurter Analysen. Besonders stark verschlechterte sich im August die Stimmung im Dienstleistungssektor. Nur leicht gab das Geschäftsklima im Einzelhandel und im Verarbeitenden Gewerbe nach, im Bauhauptgewerbe und im Großhandel stieg die Laune dagegen etwas.
Die Entwicklung im Verarbeitenden Gewerbe dürfte Aufschluss über die Wahrnehmung der im Befragungszeitraum getroffenen Zollvereinbarung mit den USA geben, heißt es. Der kleine Rückschlag bei der Stimmung, zusammen mit dem ebenfalls erhobenen deutlichen Rückgang der Exporterwartungen des Mittelstands, könnten darauf hindeuten, dass sich viele Firmen ein besseres Ergebnis erhofften. Die Exporterwartungen sanken um 3,8 auf minus 13,8 Zähler.
Großunternehmen besser
Anders als im Mittelstand verbesserte sich das Geschäftsklima der Großunternehmen im August - um 1,5 Zähler auf nun minus 18,1 Punkte. Während die Unternehmen ihre aktuelle Lage auch leicht schwächer einschätzten, stiegen die Geschäftserwartungen deutlich. "Der US-Protektionismus legt den exportorientierten Unternehmen Steine in den Weg und auch die Binnenwirtschaft schwächelt noch", resümiert KfW-Chefvolkswirt Dirk Schumacher.
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