Rote-Bete-Saft senkt Blutdruck bei Älteren
Umfassende Studie der University of Exeter weist Veränderungen im oralen Mikrobiom nach
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Rote Bete: Gemüse ist vor allem für Senioren besonders gesund (Foto: pixabay.com, partisan) |
Exeter (pte015/23.07.2025/10:30)
Die blutdrucksenkende Wirkung des nitratreichen Rote-Bete-Saftes bei älteren Menschen ist laut Forschern der University of Exeter auf spezifische Veränderungen ihres oralen Mikrobioms zurückzuführen. Die Experten haben die Reaktionen einer Gruppe älterer Erwachsener mit jenen von Jüngeren verglichen. Frühere Studien hatten ergeben, dass eine nitratreiche Ernährung den Blutdruck senkt und damit das Risiko einer Herzerkrankung verringert.
Weniger schädliche Bakterien
Nitrat ist für den Körper von entscheidender Bedeutung und wird als natürlicher Teil einer gemüsereichen Ernährung aufgenommen. Als die älteren Teilnehmer zwei Mal am Tag einen Rote-Bete-Shot tranken, senkte sich ihr Blutdruck. Bei den jüngeren Teilnehmern konnte dieser Effekt nicht nachgewiesen werden. Diese Wirkung dürfte auf die Unterdrückung von potenziell schädlichen Bakterien im Mund zurückzuführen sein.
Ein Ungleichgewicht zwischen nützlichen und schädlichen Mundbakterien kann die Umwandlung von Nitrat in Stickstoffmonoxid verringern. Stickstoffmonoxid wiederum ist für die gesunde Funktion von Blutgefäßen wichtig und daher auch für die Regulierung des Blutdrucks. Laut der Studienautorin Anni Vanhatalo produzieren Menschen mit zunehmendem Alter weniger Stickstoffmonoxid. Sie neigen auch eher zu einem hohen Blutdruck, der mit Herz-Kreislauf-Problemen wie Herzinfarkten und Schlaganfällen in Zusammenhang stehen kann.
Umfassende Vergleichsstudie
An der Studie haben 39 Erwachsene unter 30 Jahren und 36 Erwachsene über 60 Jahren teilgenommen. Jede der beiden Gruppen trank zwei Wochen regelmäßig den Rote-Bete-Saft und erhielt in diesem Zeitraum ein Blindpräparat. Dazwischen wurde zwei Wochen lang eine Auswaschzeit durchgeführt. Mittels einer bakteriellen Genomsequenzierung wurde in der Folge analysiert, welche Bakterien vor und nach der Behandlung im Mund vorhanden waren.
Bei beiden Gruppen veränderte sich die Zusammensetzung des oralen Mikrobioms erheblich. Diese Veränderungen waren jedoch bei beiden Gruppen unterschiedlich. Bei den Älteren verringerten sich die Prevotella-Bakterien deutlich und die gesunden Neisseria-Bakterien nahmen zu. Die Älteren verfügten zudem zu Beginn der Studie durchschnittlich über einen höheren Blutdruck, der nach den Shots sank. Die Ergebnisse sind in "Free Radical Biology and Medicine" nachzulesen.
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