VORSCHAU


IR Nachrichten
19.12.2014 15:30 CA Immobilien Anlagen AG
18.12.2014 17:40 COLEXON Energy AG
18.12.2014 14:00 Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e. V.


WETTER
Graz: heiter
10°
Innsbruck: wolkig
Linz: wolkig
Wien: wolkig
10°
© wetter.net

Stadtname / PLZ

AKTIENKURSE
 
BUSINESS
Mi, 19.10.2011 11:40
Meldung drucken Artikel weiterleiten
pte20111019013 Unternehmen/Finanzen, Politik/Recht

Griechen: 200 Mrd. Euro in der Schweiz gebunkert

Neues Steuerabkommen mit Eidgenossen soll Kapitalflucht verhindern
Fahne: Griechen planen Steuerabkommen mit der Schweiz (Foto: pixelio.de/Nuding)
Fahne: Griechen planen Steuerabkommen mit der Schweiz (Foto: pixelio.de/Nuding)

Bern/Athen/Frankfurt am Main (pte013/19.10.2011/11:40) - Schätzungen zufolge haben griechische Staatsbürger bis zu 200 Mrd. Euro in Schweizer Banken gebunkert. Davon soll ein großer Teil Schwarzgeld sein. Ein neues Steuerabkommen zwischen den Eidgenossen und dem hochverschuldeten Staat soll nun die Kapitalflucht verhindern, wie die Financial Times Deutschland berichtet.

Steuerverwaltung wichtiger

"Das Abkommen wäre eine sehr gute Möglichkeit für Griechenland, um an neue Steuereinnahmen zu kommen und zugleich das Abziehen von Bankeinlagen aus dem eigenen Land zu bremsen", lässt sich Horst Reichenbach, Chef der EU-Griechenland-Taskforce, zitieren. Seit Ausbruch der Krise haben Privatpersonen und Firmen große Summen von ihren Konten abgehoben. So sind laut Statistiken der Schweizer Zentralbank seit 2010 mindestens 46 Mrd. Dollar abgeflossen. Das Abkommen könnte bereits Anfang 2013 in Kraft treten.

"Die Griechen verfügen über mangelnde Fähigkeiten Steuern einzutreiben. Ein Abkommen mit der Schweiz ist zwar sinnvoll, wichtiger wäre aber eine funktionierende nationale Steuerverwaltung", meint Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank http://dekabank.de , im Gespräch mit pressetext. Viele Griechen hätten ausstehende Steuerschulden, diese könnten einen bedeutenden Beitrag leisten, die erdrückende Schuldenlast zu senken. "Das Land verfügt jedoch über einen Verwaltungsapparat, der keine Durchsetzungsfähigkeit hat. Zudem ist das Unrechtsbewusstsein der Bevölkerung nicht sonderlich ausgeprägt", ergänzt der Ökonom.

Wichtig sei auch die Liberalisierung der Wirtschaftsstrukturen. "So gehört die Abgeschlossenheit von gewissen Berufsgruppen aufgebrochen", sagt Kater. Bisherige Maßnahmen, die Wirkung gezeigt haben, müsse man mit der Lupe suchen.

Steuerabkommen mit Deutschland

Erst Mitte August haben die Schweiz und Deutschland ein Steuerabkommen unterzeichnet. Diese sieht vor, dass künftige Kapitalerträge und -gewinne deutscher Bankkunden in der Schweiz einer Abgeltungsteuer unterliegen, deren Erlös die Schweiz an die deutschen Behörden überweist. Zur Nachbesteuerung bestehender Bankbeziehungen in der Schweiz soll Personen mit Wohnsitz in Deutschland einmalig die Möglichkeit gewährt werden, eine pauschal bemessene Steuer zu entrichten (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/20110811024 ).

(Ende)

Aussender: pressetext.redaktion
Ansprechpartner: Dieter N. Unrath
Tel.: +43-1-81140-314
E-Mail:
Website: www.pressetext.com
pressetext.redaktion
   
Wie fanden Sie diese Meldung?
Weitersagen
likes dislike Share Share |
Social Media
ETARGET

FOCUSTHEMA


SPECIALS


Werbung
middleAdvertising