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Mo, 30.08.2010 06:00
pte20100830001 Medien/Kommunikation, Produkte/Innovationen
Leihen statt kaufen: Nachbarschaftshilfe im Netz
Privates Ausborgen als Geschäftsmodell
San Francisco (pte001/30.08.2010/06:00) - Produkte verleihen und ausborgen anstatt zu verkaufen oder zu kaufen - auf dieser Idee basiert das Geschäftsmodell einer Reihe von neuen Start-up-Firmen wie SnapGoods http://snapgoods.com . Über den Online-Dienst können User Gegenstände anbieten und gegen eine Gebühr verleihen, beziehungsweise Dinge gegen Bezahlung ausborgen, berichtet die New York Times. Auch andere Webfirmen wie NeighborGoods http://neighborgoods.net oder ShareSomeSugar http://www.sharesomesugar.com arbeiten mit dieser Idee: Menschen, die im Idealfall nicht weit voneinander entfernt wohnen, sollen im Internet zusammenfinden und so voneinander profitieren. Das gemeinsame Prinzip der Dienste ist es, dass alleine der Zugang zu Dingen den Kauf obsolet machen soll. So bekomme man die Möglichkeit zu teilen, anstatt sich jeder ein eigenes Exemplar anzuschaffen. So nennt Ron J. Williams, Mitgründer von Snapgoods, auch den gesamten Geschäftszweig "access economy" - das Geschäft mit dem Zugang. "Es wird immer Produkte geben, die man selbst kaufen muss", so Williams. "Aber das Bewusstsein, dass Hyper-Konsum nicht immer glücklich macht, steigt. Das Eigentum als Grenze zwischen dem Mensch und dem was er braucht, ist überholt." Mehrwert abseits von Finanzen Die größte Motivation, derartige Dienste zu nutzen, sind dennoch finanzielle Gründe. So könne man zum Beispiel teuere Produkte vor der Anschaffung günstig testen und danach entscheiden. Dennoch werde sich das neue Modell nicht in absehbarer Zeit gegen traditionelle Modelle durchsetzen können, urteilen Analysten. Was den Diensten dennoch zum Erfolg verhelfen könne, sei ein Mehrwert, abseits von Finanzen. Das Ausborgen sei schließlich ein sehr guter Weg, seine Nachbarn kennenzulernen, so die Entwickler. (Ende)
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